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Alexander Resch und Patric Leitner im Interview: "Die Qualifikation könnte schwieriger werden als Olympia selbst"
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24.03.2009

Alexander Resch und Patric Leitner im Interview: "Die Qualifikation könnte schwieriger werden als Olympia selbst"

Info: Weitere Sportlerinterviews
Autor: Sören Siegert


Für den Doppelsitzer Alexander Resch und Patric Leitner steht im kommenden Winter die letzte Saison in Ihrer aktiven Karriere bevor. Live-Wintersport hat unter anderem nachgefragt, was die Ziele für diese sind, und wie die Zukunft der beiden Rodelasse aus Deutschland aussehen wird.

Vor kurzem ist die vorolympische Saison zu Ende gegangen. Wie sieht Ihr Fazit aus, wenn sie noch einmal die Saison Revue passieren lassen?

Leitner: „Wir wissen, dass wir besser fahren können als in dieser Saison, aber so schlecht war es dann auch wieder nicht. Immerhin waren wir am Ende Zweite im Gesamtweltcup. Klar ist dennoch, dass wir uns in der kommenden Saison steigern müssen.“

Resch: „Wir hatten extrem viel Pech mit dem Material. Das ist nicht der einzige Grund, aber wenn der Schlitten nicht will, dann können wir veranstalten, was wir wollen und kommen trotzdem nicht auf Geschwindigkeit. Es dürfen sich aber alle sicher sein, dass wir das Rodeln nicht verlernt haben.“

Bleibt es dabei, dass Sie nach der nächsten Saison den Schlitten an den Nagel hängen? Wenn ja, wie sehen die weiteren Zukunftspläne aus?

Leitner: „Es bleibt dabei. Die vielen Jahre Leistungssport sind genug. Wir hatten viel Glück, Freude und Erfolg in unserer Karriere, aber jetzt steht der letzte Winter an. Ich werde danach Trainer und kann hoffentlich dafür sorgen, dass es auch in Zukunft viele deutsche Weltklasse-Rodler gibt.“

Resch: „Ja, wenn der Mann über mir aufhört, dann muss ich wohl auch Schluss machen (lacht). Nein, es ist eine gemeinsame Entscheidung und ich denke, dass wir das richtig machen. Alles Schöne hat einmal ein Ende. Ich widme mich dann meinem BWL-Studium und dann schauen wir, was kommt.“

Sie sind in der Eisrinne in Whistler mit dem zweiten Rang gut zurecht
gekommen, was rechnen Sie sich für die olympischen Spiele 2010 in Kanada aus?


Leitner:
„Ich rechne mit gar nichts, weil wir noch gar nicht dort sind. Wir müssen fit bleiben und dann kommt das Hauptproblem: Für drei deutsche Weltklasse-Doppel gibt es nur zwei Startplätze. Wir gehen selbstbewusst an die Sache ran, aber die Qualifikation könnte schwieriger werden als Olympia selbst.“

Resch: „Florschütz/Wustlich und Wendl/Arlt sind saustark und müssen erst einmal geschlagen werden. Natürlich wollen wir zu Olympia, aber das ist kein Selbstläufer. Wenn wir aber dort sind, dann nicht, um Vierte zu werden.“

Welche Schlagzeile würden Sie am Ende Ihrer Karriere noch einmal lieber lesen - Leitner/Resch holen Gold in Vancouver oder Leitner/Resch gewinnen den Gesamtweltcup?

Leitner/Resch (zeitgleich): „Gold…“

Wie verstehen Sie sich mit Ihren Teamkollegen und Konkurrenten Andre
Florschütz und Torsten Wustlich bzw. Tobias Arlt und Tobias Wendl


Leitner: „Das Verhältnis ist trotz der großen Konkurrenz sehr gut. Ist auch besser so, schließlich hocken wir uns den ganzen Winter auf der Pelle.“

Resch: „Dem schließe ich mich an. Wir fahren im Kanal gegeneinander, aber außerhalb funktioniert das alles bestens. Neid und Missgunst haben im Sport sowieso nichts verloren.“

Verfolgen Sie auch andere Sportarten im Wintersport? Wenn ja, welche und was fasziniert Sie an diesen?

Leitner:„Wir verfolgen eigentlich so ziemlich alles an Sport, wenn wir die Zeit dafür haben. Ich persönlich bin Fan und Mitglied des TSV 1860 München. Fußball fällt zwar nicht unter Wintersport, aber ein echter Löwe muss die Liebe zu seinem Verein immer verbreiten.“

Resch: „Ich sag ja immer, als Löwen-Fan weiß er, wie es rasend schnell bergab geht. Das hilft beim Rodeln (lacht). Für mich gilt auch: ich verfolge so viel Wintersport, wie es nur geht. Ich gebe zu, oft auch schnell über den Live-Ticker bei Live-Wintersport.com, weil für mehr die Zeit fehlt. Ist aber ein Service, den ich sehr zu schätzen weiß.“

Was möchten Sie in Ihrem Leben noch erreichen? Sowohl sportlich wie privat

Leitner: „Ich würde gerne reich, schön und berühmt werden, wobei ich auf schön und berühmt im Zweifelsfall verzichten könnte.“

Resch: „Sportlich: Medaillengewinner bei den Olympischen Winterspielen 2010. Privat: Vater von mindestens einem Sohn, der später beim Rodeln oben liegt.“

Wie verläuft das Training im Sommer?

Leitner: „Wintersportler werden im Sommer gemacht. Wir verbringen extrem viel Zeit im Kraftraum und natürlich wird am Schlitten gebastelt. Man darf nie vergessen, es geht in unserem Sport um Tausendstel, dann kann jede Muskelfaser und jedes kleinste Teil am Schlitten entscheidend sein.“

Resch: „Krafttraining ist im Sommer das Wichtigste. Der Start ist beim Rodeln so elementar, dass wir uns Nachlässigkeiten in Sachen Fitness nicht erlauben können. Im Übrigen: Wer im Sommer durchs Berchtesgadener Land fährt, hat beste Chancen, mich auf einem Fahrrad anzutreffen. Für mich ist das der perfekte Ausgleich.


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Quelle: www.leitner-resch.de



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