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Spezial-Interview mit Jochen Behle, Teil 2: "Was du im Training nicht gemacht hast, wirst du im Winter als Leistung nicht umsetzen können"
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19.04.2009

Spezial-Interview mit Jochen Behle, Teil 2: "Was du im Training nicht gemacht hast, wirst du im Winter als Leistung nicht umsetzen können"

Info: Weitere Sportlerinterviews
Teil 1 des Spezial-Interviews mit Jochen Behle
Autor: Johann Reinhardt


Bereits im ersten Teil sprach der Langlauf Bundestrainer Jochen Behle aus Hessen über das Herrenteam, Miriam Gössner und die Damenmannschafft. Nun beleuchet er unter anderem das Sommertraining der Athleten, die Ziele für die Olympischen Spiele in Vancouver 2010 und seine Aufgaben als Bundestrainer.

Sie sprachen es im ersten Teil bereits an. Janko Neuber ist der neue Damen Trainer. Was erwarten Sie sich von ihm, da er ja auch Stützpunkttrainer in Oberwiesenthal ist und sie mit ihm enger zusammen arbeiten?

Ich erwarte mir vom Janko, dass er die Wende wieder schafft, sodass wir im Damenbereich wieder das umsetzen zudem die Damen in der Lage sind. Das ist mehr als das was sie in den letzten zwei bis drei Jahren gezeigt habe. Sie waren ja nun schon mal Weltmeisterin mit der Staffel bzw. eben auch Olympiasiegerinnen und wir müssen versuchen, dass wir nicht eben, mit Hilfe einer Biathletin natürlich auch in dem Falle, auf Glück und Zufälle angewiesen sind um das Ergebnis zu erzielen, sondern dass das unsere Basis ist und wir es vom können her einfach umsetzen. Da müssen wir dran arbeiten und das erwarte ich vom Janco.

Welche Ziele setzen Sie sich für Vancouver 2010. Es ist noch lange hin…

Aber manchmal schneller da als man denkt…Beim Ziel brauchen wir nicht lange hin und her diskutieren. Wir wollen natürlich um die Medaillen dort mit kämpfen. Sonst brauchen wir dort nicht hin fahren. Es ist immer das Ziel wenn man auf Großereignisse fährt. Dass das nicht einfach wird hat man gesehen. Die Konkurrenz schläft nicht. Alle arbeiten in diese Richtung uns zwar nicht zu schlecht. Aber letztendlich glaube ich, dass wir das Zeug dazu haben mit der Mannschaft die wir zur Verfügung haben auch wirklich dann um Medaillen mit laufen zu können. Das ist dann wiederum das was ich von den Mädchen und Jungs auch erwarte. Dass es dann immer ein bisschen Glück braucht um es auch entsprechend umsetzen zu können, dann wenn es soweit ist und wenn der Tag kommt, weiß jeder von uns glaube ich. Aber vielleicht haben wir ja auch mal das Glück.

Beim Weltcup oder der Tour de Ski wurde der Sprint immer wichtiger. So wurde auch Ola Vigen Hattestad Dritter im Gesamtweltcup. Müssen ihre Athleten auch verstärkt den Sprint trainieren?


-->zum 1. Teil des Spezial-Interviews mit Jochen Behle über das Herrenteam und die Damenmannschafft



Es ist sicherlich so, dass Hattestad im Gesamtweltcup Dritter wurde, weil er natürlich in diesem Jahr ein absolut überragender Sprinter war. Das hat es lange nicht gegeben, dass ein Sportler im Sprintbereich so viele Siege hatte und so souverän diesen Sprintweltcup auch gewinnt. Er hat im Distanzbereich keinen einzigen Punkt gemacht. Also ist er ein reiner Spezialist und deswegen sollte man nicht gerade Hattestad als Beispiel nehmen. Er ist ein herausragender Sportler in dieser Saison gewesen was den Sprintbereich angeht. Aber ich denke schon, dass wir sehen mit Cologna und Northug, dass Leute da sind die die Vielfalt beherrschen. Ich glaube aber auch, dass da mit dem Trainingsalter zusammen hängt. Meine Athleten sind speziell im Herrenbereich schon ältere Athleten die dann vielleicht die Spritzigkeit und Grundschnelligkeit aufgrund des Trainingsalters und der vielen Kilometer, die sie schon trainiert haben, nicht mehr unbedingt so haben wie diese jungen Leute. Aber natürlich müssen wir daran setzen, dass wir eben auch im Sprintbereich die Möglichkeit haben in die Finals mit vorzustoßen. Zumindest mal unter die Top 30. Dann ist der Distanzläufer immer günstiger dran wenn er erstmal die Quali geschafft hat. Auf der anderen Seite müssen wir schon klar Sagen im Hinblick auf Olympia im nächsten Jahr gehe ich davon aus, dass ich nicht alle Wettkämpfe immer besetzen werde, denn das Großereignis ist nun mal Olympia. Dann wird es einfach zu viel werden den gesamten Weltcup zu bestücken und auch eine Tour de Ski bis zu ende zu laufen. Es könnte uns da passieren, dass wir mit den einen oder anderen Top Athleten gar nicht erst starten.

Bringt der Skitunnel in Oberhof auch noch weitere Vorteile in der Vorbereitung?

Das verspreche ich mir schon. Wir sind ja bisher immer in Torsby oder Vuokatti in den Skitunneln gewesen. Das können wir nun praktisch vor Ort kombinieren. Vor allem verspreche ich mir auch für etwas für den Nachwuchsbereich. Der kann natürlich dann im technischen Umfeld bei gleich bleibenden, kontinuierlichen Bedingungen (so sind sie ja nun mal im Tunnel) entsprechend trainingsmäßig eben auch technisches Training gestalten kann. Von daher verspreche ich mir von dem Tunnel schon einiges.

Wie sehen die nächsten Wochen für Sie aus im April? Freizeit oder Planung?

Für mich ist es Planen, für die Sportler ist es noch frei. Trainingsbeginn ist erster Mai. Wir haben ja nun die Cheftrainerklausur noch gehabt, wo die übergreifenden Dinge was Olympia angeht, das zurückliegende Jahr bei allen Disziplinen und Finanzen für die kommende Saison besprochen wurden. Und jetzt liegt es an mir die gesamte Planung für das nächste Jahr zu machen und entsprechend umzusetzen, sodass wir uns dann lehrgangsmäßig so bewegen, dass wir dann das auch umsetzen können was wir uns vorstellen im nächsten Jahr.

Trainieren Sie als Bundestrainer auch die Sportler oder übernehmen das dann die Stützpunkttrainer?

Das übernehmen die Stützpunkttrainer. Bei mir ist jetzt momentan das Planen in Abstimmung mit diesen Stützpunkttrainern an der Reihe. Das ist klar. Die Umsetzung trainingsmäßig vor Ort gestalten diejenigen, die mit den Leuten wirklich vor Ort trainieren wie Cuno Schreyl oder Janko Neuber. Das betreue und bekleite ich natürlich mit, das ist gar keine Frage. Aber das Training am Mann oder an der Frau, wie man so schön sagt, das machen die die ich eben genannt habe.

Wie muss man sich das Training im Sommer bei den Athleten vorstellen? Wie ist das Training aufgebaut?

Es ist sicherlich so, dass die dann schon Kontrollwettkämpfe haben in der Zeit wie die Leistungskontrollen zum Beispiel. Letztendlich ist natürlich klar, dass wir das Training ausrichten auf die Höhepunkte und auf die Saison die dann kommt um eben dann da erfolgreich zu sein. Aber was du im Training nicht gemacht hast mit gewissen Grundlagen und gewissen Kennziffern wirst du letztendlich im Winter als Leistung auch nicht umsetzen können. Von daher ist es natürlich schon wichtig, dass wir natürlich eine ordentliche Trainingssaison hinlegen mit entsprechenden Kennzahlen die erfüllt werden müssen. Aber daran arbeiten wird, das ist nichts neues für uns.

LiVE-Wintersport bedankt sich für das Interview und wünscht viel Erfolg für den Damenbereich, die Herren und die Olympischen Spiele in Vacouver 2010.

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Jochen Behle auf der Strecke
Jochen Behle auf der Strecke

Jochen Behle gibt die Zeiten bekannt
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