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Interview mit Jens Filbrich: "Die Medaille hat mich für einige schwere Zeiten entschädigt"
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14.05.2009

Interview mit Jens Filbrich: "Die Medaille hat mich für einige schwere Zeiten entschädigt"

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Autor: Johann Reinhardt


Im Interview nach der Saison stand uns der Deutsche Langläufer Jens Filbrich zu Verfügung. Der Thüringer wurde im März 30 Jahre jung und ist 1,77 Meter groß. Der aus Suhl stammende Sportsoldat, für den SV Eintracht Frankenhain e. V. startend, holte in Turin bei den Olympischen Spielen 2006 die Silbermedaille in der vier mal zehn Kilometer Staffel. Sein größter Erfolg in einem Einzelrennen war bisher die Bronzemedaille bei den Weltmeisterschafften 2007 in Sapporo über eine Distanz von 50 Kilometern. Bei der Erstauflage der Tour de Ski wurde Filbrich Neunter. Im Interview spricht er über die letzte Saison, das Sommertraining, die Bronzemedaille bei der WM 2007 und vieles mehr…

In dieser Saison gewannen Sie Silber mit der Staffel bei der WM. Im Weltcup wie auch Tour de Ski kamen Sie nicht unter die Top ten (Gesamt). Welches Fazit ziehen Sie?

Nach einer insgesamt enttäuschenden und schweren Saison 2007/2008 , ging es diese Saison wieder bergauf! Ich bin zwar noch nicht wieder dort wo ich hin gehöre, aber es ist wieder die richtige Richtung eingeschlagen! Sehr wichtig war natürlich diesbezüglich mein Gewinn der Silber-Medaille in Liberec! Diese Medaille war unglaublich wichtig für mich und sie hat mich für einige schwere Zeiten entschädigt! Mit dieser Medaille habe ich mein Saisonziel erreicht und bin somit hoch zufrieden mit meiner Saison!

Welchen Grund hat es, dass Sie bei Staffelrennen immer besonders zufällig sind?

Ganz einfach! Ich bin immer stolz und hoch motiviert, wenn ich in der deutschen Staffel laufen darf! Es ist immer etwas ganz besonderes und eine Ehre für mich dort zu laufen!! Ich denke, dass ich immer das gewisse Etwas aus mir heraus holen kann, wenn ich als Startläufer ins Rennen gehe! Diese Staffeln sind ja auch immer der absolute Höhepunkt bei einem Großereignis wie Olympia oder WM.

Würden Sie die Bronzemedaille bei der WM 2007 über die 50 Kilometer als ihren größten Erfolg bezeichnen? Welche Erinnerungen haben Sie noch an dieses Rennen?

Es ist für mich natürlich der größte Einzelerfolg! Wenn ich zurück denke, dann bekomme ich oft Gänsehaut! Diese Medaille war für mich besonders schön, weil wir ja vorher in der Staffel knapp an den Medaillen vorbei auf Platz 4 liefen und weil ich auch schon über 30km Skiduathlon nur die Holzmedaille gewann! Ich hatte eine wahnsinnig gute Form und dachte nach der Staffel, dass ich wohl das erste Mal bei einem Höhepunkt, ohne Medaille nach Hause fahren muß! An eine Medaille über 50km war nicht unbedingt zu glauben. Doch dann klappte es und ich weiß seither, dass ich unglaublich kämpfen kann!

Welche Ziele setzen Sie sich für die nächste Saison bzw. Olympia? Werden Sie auch bei der Tour de Ski an den Start gehen?

Absolute Priorität hat Olympia! Dafür werde ich alles unterordnen! Auch den Weltcup! Dazu werde ich mich aber erstmal mit meinem Trainer Cuno Schreyl an die Saisonplanung setzen und im Detail beraten.


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Sie trainieren in einer der besten Trainingsgruppen der Welt. Was macht Sie so gut und ist sie einer der Gründe für das jährliche gute Abschneiden der Deutschen Langläufer?

Ich habe immer gesagt, dass wir die beste Trainingsgruppe der Welt haben! So ist es auch jetzt noch! Die Namen und damit verbundenen Erfolge sprechen für sich!
Diese Trainingsgruppe ist einer der Gründe, warum wir schon über Jahre erfolgreich sind!
Durch diese Konstellation ist immer ein positiver Aspekt in jeder Hinsicht gegeben! Gruppendynamik eben! Wir profitieren immer von einander und treiben uns gegenseitig im Training voran! Jeder will zeigen was er kann und damit haben wir immer „Zug“ im Training! Ich weiß praktisch immer, wo ich mit meiner Trainingsarbeit im Vergleich zur Weltspitze stehe. Dazu kommt, dass wir jetzt mit talentierten Jungen Athleten neuen Wind bekommen haben! Das Training macht Spaß und ich denke, dass wir noch einige gute Jahre vor uns haben.


Wie sieht ihr Sommertraining aus? In welchen Perioden wird trainiert?

Ich würde die Saison kurz und knapp in 3 Perioden einteilen.
Anfang Mai bis Ende Juli ist die erste Periode. Wir trainieren eigentlich alle Muskelgruppen mit jeden erdenklichen Trainingsinhalten. Also Rad, Cross, Roller, Ski, Krafttraining, alle möglichen Spielformen usw. Die zweite Periode ist vom August bis Ende Oktober. Hier trainieren wir speziell die Ausdauer auf Rollern, Cross und Ski. Kilometer laufen ohne Ende. Die dritte Periode ist dann die Wintersaison mit allem Wettkämpfen usw.


Wie kamen Sie zum Langlauf?

Ich bin in Oberhof eigentlich im Schnee aufgewachsen und da war es ganz normal, dass ich zum Wintersport gekommen bin. Langläufer ist dabei nahe liegend gewesen, weil meine Mutter und mein Vater selbst sehr gute Langläufer waren.

Was sind ihre Ziele für die Zeit nach Olympia?

Nach Olympia steht eine große WM am Holmenkollen an! Das wird ein Traum für jeden Langläufer!

Haben Sie Vorbilder und warum?

Meine Mutter war immer mein Vorbild und ich wollte als Kind auch so erfolgreich sein wie sie! Ich glaube, ich habe sehr oft vor ihren Medaillen gesessen und habe mir gewünscht auch einmal solche zu gewinnen.

Was ist es für ein Gefühl selbst ihre Leistungen vor so großem Publikum zu präsentieren und damit für andere Menschen eine Vorbildfunktion zu haben?

Es ist ein sehr schönes Gefühl und Ansporn zu gleich! Diesbezüglich bin ich mir meiner Vorbildfunktion bewusst und versuche ihr auch würdig zu sein!

LiVE-Wintersport bedankt sich für das ausführliche Interview und wünscht viel Erfolg für die Sommervorbereitung und vor allem das Hauptziel Olympia.

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Jens Filbrich
Jens Filbrich

Jens Filbrich
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