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Interview mit Matthias Guggenberger: "Mein Ziel ist die vorzeitige Qualifikation für Olympia"
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20.05.2009

Interview mit Matthias Guggenberger: "Mein Ziel ist die vorzeitige Qualifikation für Olympia"

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Autor: Johann Reinhardt


Im Interview nach der Saison stand uns der Österreichische Skeletonprofi Matthias Guggenberger zur Verfügung. Er ist seit dem Jahr 2006 Mitglied der Nationalmannschaft und feierte sein Weltcupdebüt mit einem elften Rang auf der Bahn in Igls. Besonders am Start zählt er bereits zu den stärksten überhaupt. Zu seinen größten Erfolgen zählt der sechste Rang bei seinen ersten Europameisterschaften. Im Interview spricht er über die letzte Saison, die Olympischen Spiele in Vancouver sowie seine schwere Zeit im Frühjahr 2006, als er durcheine Verletzung zurück geworfen wurde.

Im Gesamtweltcup und bei der WM kamen Sie nicht unter die Top 20 in diesem Jahr. Welches Fazit ziehen Sie aus der Saison und was können sie im nächsten Winter noch besser machen?

Natürlich waren die Erwartungshaltungen zu Beginn der Saison höher! Nach dem schwachen Start in Winterberg und Altenberg sah ich eine gute Entwicklung bei den Rennen in Igls und Königssee ( Platz 11 und 6 ) doch ein Kahnbeinbruch im rechten Handgelenk zu Beginn der Trainingswoche in Whistler machte das Unmöglich. Trotz guter Behandlung durch unseren Betreuerstab war ich bei der Wm auch nicht ganz fit. Für nächste Saison werde ich einige Dinge ändern sei es das Material als auch die Athletische Arbeit wird forciert.

2007 bei der EM fuhren Sie auf Rang sechs. Denken Sie, dass sie im nächsten Jahr diese Resultate wiederholen können? Was sind ihre Ziele speziell bei Olympia?

Mit dem heurigen 6. Platz im WC in Königssee zeigte ich dass mir die Bahn liegt und ich mich dort sehr wohl fühle. Im Moment ist es aber sicherlich zu früh um irgendwelche Prognosen über Platzierungen für nächstes Jahr vorzunehmen. Das oberste Ziel wir mit Sicherheit die vorzeitige Qualifizierung für Olympia durch das Nationale Olympische Komitee sein. Wer in Österreich die Richtlinien kennt, weiß dass ich dazu mindestens unter die Top 6 fahren muss.

Sie sind noch ein junger Athlet. Wie sehen Sie ihre Entwicklung in den letzten Jahren und was wollen sie in den Jahren nach Olympia erreichen?

Mit 24 gehöre ich definitiv noch zu den jüngeren Athleten. Ich denke schon dass der Sport in speziell in den letzten vier Jahren eine enorme Entwicklung durchlebt hat, egal ob im Material oder Physisch. Wenn man bedenkt dass in der heurigen WC Saison nahezu bei jedem Rennen der Bahnrekord gebrochen wurde kann man sich selbst ein Bild davon machen. Ein großes Ziel wird mit Sicherheit die Wm 2011 in Königssee sein.

Im Frühjahr 2006 wurden Sie gesundheitlich zurück geworfen. Was war das schwere an der Zeit und was hatten Sie genau?

Durch einen verschobenen Halswirbel klemmte es mir die Blutzufuhr zum Gehirn ab, wo sich dann ein Blutgerinnsel bildete und ein Schlaganfall ähnliches Symptom auslöste. Die schlimmste Zeit war die zwei Stunden wo mich niemand gefunden hat und ich mich nicht bewegen konnte. Ich hörte meine Nachbarn auf der Treppe vorbei gehen, konnte mich aber nicht Bemerkbar machen da ich wie einzementiert war. Mit einem guten Stab aus Trainern und Ätzten konnte ich mit einem speziellen Programm nahezu alle Symptome beheben nur die linke Hand ist seit dem Taub. In gut acht Monaten mit intensivem Training konnte ich dann wieder in die Saison einsteigen und war mit den Startzeiten wieder bei den schnellsten.


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Wie sieht ihr Sommertraining aus? In welchen Phasen trainieren Sie und welche Rolle spielen Startwettkämpfe?

Anfang April starteten wir die Vorbereitung auf die kommende Saison. Unser Training besteht aus einem Ausdauer, Kraft, Schnellkraft und einem Spezifischen Teil. In der Regel Trainiere ich dreimal pro Tag a 2-2,5 Stunden. Durch die perfekte Unterstützung des Österreichischen Bundesheeres kann ich mich ideal auf die Saison vorbereiten. Ich werde mich auch auf einige Trainingskurse begeben um dort mit der Mannschaft an meiner Form zu feilen. Je nach dem wie die Planung es zu lässt, werden wir kurzfristig entscheiden ob ich an einem Startwettkampf teilnehme oder nicht, ich werde mich aber nicht gezielt auf etwas vorbereiten.

Werden Sie auch Dinge verändern in der Vorbereitung zu der letzten Saison? Wenn ja, was?

Wir werden keine Groben Veränderungen vornehmen, dennoch sind einige Kleinigkeiten zu korrigieren. Da in meiner Trainingsgruppe sowohl Rodler als auch Bobathleten sind werden wir viel in der Gruppe arbeiten. Ein Hauptaugenmerk wird auch die Mentale Betreuung sein.

Welche Rolle spielt das Material? Wie entwickelten Sie dies ständig weiter?

Das Material ist in meinen Augen ein wesentlicher Faktor. Wir werden versuchen mit den Universitäten in Österreich einen Schlitten entwickeln und auch den aktuellen weiter verändern um den Anschluss an die Weltspitze nicht zu verlieren.

Wie muss man Sie sich privat vorstellen?

Eigentlich bin ich wie jeder andere auch. In der Freizeit schalte ich gerne mal ab und gehe mit meiner Freundin oder Kollegen Golfen. Im Grunde betreibe ich auch in der Freizeit viel Sport oder lade einfach zu Hause meine Akkus auf in dem ich auf der Couch liege und die X-Box aktiviere.

Wie kamen Sie zum Skeletonsport und wie lief es in ihrer Jugend mit dem Skeleton bis zu ihrem ersten Weltcuprennen?

Da mein Vater selbst Skeleton gefahren ist war für mich eigentlich immer klar das ist mein Sport. Aufgrund des Alterslimit begann ich mit dem Rodeln im Alter von sieben bis ich dann zum Skeletonfahren kam. Da ich genau das erlebte was ich mir Vorstellte blieb ich dabei und bin dankbar dass ich den Sport ausüben darf. Am Anfang wurde ich speziell für Nationale Rennen ausgewählt bis ich dann meinen ersten Europacup Einsatz hatte. Als Martin Rettl den Sport an den Nagel hängte wurde ich 2007 zum ersten Mal ins Nationalteam für einen Weltcup in Igls einberufen in dem ich gleich auf den 11. Platz fuhr. Aufgrund der Leistung durfte ich die weiteren Wc Rennen in Winterberg ( Platz7 ) Königsee ( Platz8 ) und die EM in Königssee (Platz6 bestreiten.

Wie kann man den Skeletonsport in Österreich weiter voran bringen?b

Ich denke dass wir auf einem guten Weg sind. Speziell mit der Nachwuchsarbeit. Wir hatten heuer die jüngste Europacupmannschaft und die präsentierten sich sehr gut. Ich denke das die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Verbänden noch verbessert werden könnte um eventuell Talente aus anderen Bereichen zu finden die sich mit unserem Sport identifizieren können und auch den Gefallen daran finden. Der Nachwuchsstützpunkt in Innsbruck funktioniert sehr gut und auch das Leistungszentrum für die Bundesheerathleten ist ausgezeichnet.

LiVE-Wintersport bedankt sich bei Matthias Guggenberger für das Interview und wünscht ihm viel Erfolg für die nächste Saison, speziell die Olympischen Spiele.

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Matthias Guggenberger
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