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Interview mit Michi Halilovic: "An Aktivitäten verzichte ich auf nichts, dafür ist das Leben zu schön"
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21.09.2009

Interview mit Michi Halilovic: "An Aktivitäten verzichte ich auf nichts, dafür ist das Leben zu schön"

Info: Weitere Sportlerinterviews und Terminplan
Autor: Johann Reinhardt
Bericht: Zum Interview aus dem Frühling


Nachdem LiVE-Wintersport.com bereits kurz nach der letzten Saison den WM Fünften Michi Halilovic interviewte, konnte man den Skeletonprofi nun erneut einige Fragen stellen. Dabei sprach Halilovic, welcher aus Berchtesgaden stammt, nun über weiteres Verbesserungspotenzial, wie eine Rennvorbereitung von statten geht oder über seine Schulzeit und mit wem er sein Leben gerne einmal tauschen würde.

Welches Fazit ziehen Sie mit etwas Abstand aus der letzten Saison, was kann man noch verbessern?

Im Großen und Ganzen war meine letzte Saison sehr zufrieden stellend. Ich hab das Beste daraus gemacht. Der Mensch strebt ja stets nach Verbesserung. Also gibt es bei mir auch noch Verbesserungspotential. Ich bin ein Sportler, der eher ein Spätstarter ist. Dieses Jahr sollte ich von Anfang an gut in Form sein.

Welche Erinnerungen haben Sie noch an das WM Rennen, wo sie auf Rang 5 kamen? War das bisher auch ihr Karrierehighlight?

An das WM-Rennen erinnere ich mich gerne. Damit verbinde ich viele schöne und vor allem interessante Erinnerungen. Die Frage, ob das mein Highlight der Karriere war, ist schwer zu beantworten. Rein sportlich gesehen ja. Aber es gab persönlich gesehen viele Highlights. Wahnsinnig schön war es beispielsweise auch, vier ICC-Rennen in Folge zu gewinnen.

Wie geht eine Rennvorbereitung von statten?

Meine Rennvorbereitung unterscheidet sich nicht so sehr von einem "normalen" Tag. Ich muss nur früher aufstehen. Die Mannschaft frühstückt immer zusammen. Ca. 2 1/2 Stunden vor Wettkampfbeginn macht man sich auf den Weg zur Bahn. Am Renntag gibt es, übrigens wie bei der Formel 1, einen Parc Fermé. D.h. die Schlitten müssen spätestens 45 Minuten vor Rennbeginn fertig eingestellt in einem bestimmten Bereich abgestellt werden. Anschließend noch das warm-up und dann geht's los.

Am Samstag den 26.09.2009: Interview mit Bobpilot Karl Angerer, welcher bereits mehrmals im Weltcupzirkus erfolgreich war


Wie zufrieden sind Sie bisher mit dem Sommertraining?

Dieser Sommer ist für mich persönlich ein besonderer Sommer. Am 24. September schließe ich meine Ausbildung zum Polizeimeister in der Bundespolizei ab. Hierfür war ich 6 Monate am Chiemsee, wo ich auch trainiert habe. Durch die Doppelbelastung war es dieses Jahr nicht so einfach, Trainingslager und Ausbildung unter einen Hut zu bekommen. So habe ich, anstatt in mehrwöchige Trainingslager zu fahren, in Bad Endorf trainiert. An der Bundespolizeisportschule sind die Trainingsmöglichkeiten ausgezeichnet. Die beiden Trainingslager in Oberhof und Paderborn waren sehr gut, und ich denke, dass ich einen Schritt weiter gekommen bin.

Wie sehen die kommenden Wochen aus?

Nun, viel Zeit ist nicht mehr. Ich war in der vergangenen Woche in Altenberg für ein kurzes Trainingslager. Am 19. 09. traf sich die gesamte Skeletonmannschaft beim Startwettkampf in Oberhof. Anschließend habe ich meine mündliche Abschlussprüfung bei der Polizei. Und dann geht es in der letzten Septemberwoche auch schon los. Die Mannschaft wird die nächsten 4 Wochen die 3 Plätze für den Weltcup ausfahren.

Wie wichtig ist das Material?

Unsere Sportart besteht aus vielen entscheidenden Komponenten. Man muss schnell laufen, punkgenau lenken und einen schnellen Schlitten haben. Wir arbeiten auf dem Materialsektor mit der FES ( Institut für Forschung- und Entwicklung von Sportgeräten) zusammen, die eine super Arbeit machen.

Was sind die Ziele in den kommenden Jahren?

Meine Ziele für die kommenden Jahre sind, ein konstant guter Fahrer zu werden. Nächstes Jahr finden die Weltmeisterschaften in meinem Heimatort am Königssee statt.

Was mögen Sie bzw. mögen sie überhaupt nicht (in privater und sportlicher Hinsicht)?

Ich mag das Lachen und hasse Hunger und fiese Kälte!

Was ist warum ihre Lieblingsbahn?

Hmmh, schwer. Jede Bahn hat ihre Vorzüge. Aber ich glaube, dass Lake Placid zu meinen Lieblingsbahnen gehört. Sie ist sehr herausfordernd, schnell und es macht unheimlich viel Spaß zu fahren.

Mit wem würden Sie gerne für einen Tag das Leben tauschen?

Ich glaube, dass man hier viele Menschen hinschreiben könnte, mit denen man einen Tag lang tauschen könnte. Viel spannender ist es aber sich mit sich selbst zu beschäftigen und an sich neue Seiten und Facetten kennen und lieben zu lernen. So braucht man keinen anderen Menschen, mit dem man gern mal tauschen würde.

Mit wem verstehen Sie sich am besten im Weltcup?

Ich mag die Briten sehr gerne und wir lachen viel gemeinsam.

Müssen Sie als Profi auf Dinge verzichten?

Der Tag hat nun mal nur 24 Stunden und die Woche 7 Tage. Da kommt es schon mal vor, dass man durch den Sport, leider nicht so viel Zeit mit seinen Lieben verbringen kann, wie man möchte. Alles zu seiner Zeit und in einem vernünftigen Maß.

Wie verlief es als Kind mit der Schule?

Meine Schulzeit war sehr schön. Ich war auf der Christophorus-Realschule und wechselte anschließend auf das Christophorus-Gymnasium am Obersalzberg, das zu den CJD-Schulen gehört und eine Eliteschule des Sports ist. Meine Lieblingsfächer waren neben Sport, Chemie und Englisch.

Freizeit – über was haben Sie das letzte Mal so richtig gelacht?

Ich bin ein kleiner Tollpatsch. So haben wir uns erst kürzlich tot gelacht, als ich zum gefühlten 1000. Mal über die Fußmatte beim Eingang zum Hotel gestolpert bin. Ja, so etwas passiert.

LiVE-Wintersport.com wünscht Michi Halilovic viel Erfolg, um in diesem Jahr bei Olympia starten zu können und bedankt sich für das Interview.

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Michi Halilovic (Foto: Foto Winkler, Bad Endorf)
Michi Halilovic (Foto: Foto Winkler, Bad Endorf)


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