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Deutsche überzeugen bei Heim-EM der Shorttracker in Dresden - Gold und Silber für Staffeln!
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26.01.2010

Deutsche überzeugen bei Heim-EM der Shorttracker in Dresden - Gold und Silber für Staffeln!

Autor: Jörg Schröder (Links2003)
EVENT

Dresden, 26.01.2010 – In Dresden fanden am Wochenende die Europameisterschaften im Shorttrack statt. Ein erfreuliches Bild boten dabei vor heimischem Publikum die deutschen Kufencracks vor allem in den Staffeln. Während sich die deutschen Damen gar die Goldmedaille sichern konnten, schafften die Herren den Sprung auf den zweiten Platz des Siegerpodestes. In den Einzelwettbewerben sorgten Paul Herrmann und Susanne Rudoplh für gute Resultate und unterstrichen dies mit dem Einzug ins Superfinale, die Titel im Mehrkampf gingen an die Tschechin Katerina Novotna sowie den Italiener Nicola Rodigari.


Herren | Damen | Staffeln


Herrmann reißt Zuschauer von den Sitzen im Herrenbereich
Gleich zum Auftakt der 14. Shorttrack-Europameisterschaften erlebten die Fans in Dresden am Freitagabend in der Freiberger-Arena spannenden Sport. Zu Beginn standen die 1500m-Distanzen auf dem Programm, auf den Lokalmatador Paul Herrmann vollauf zu überzeugen wusste. Der 24jährige, der im kommenden Monat bei den Olympischen Spielen an den Start gehen wird, kämpfte sich bis ins Finale der sechs besten Athleten vor. Dort verpasste er jedoch knapp als 4. das Podest und ärgerte sich darüber später maßlos. „Ärgerlich, das war von mir ein taktischer Fehler“. Dennoch war dies eine gute Ausgangsposition für die Mehrkampfwertung und bestätigte zudem seine hervorragenden Ergebnisse bei den Weltcups in diesem Winter. Seine Form konnte er somit trotz der langen Wettkampfpause gut konservieren. Nicht ganz so gut startete Tyson Heung, der im Halbfinale stürzte, ausschied und Rang 18 einnahm. Die Österreicher Andre Pulec (18.) und Matthias Stelzmüller (35.) schieden früh aus. Der Sieg ging an den Italiener Nicola Rodigari.

1400 Zuschauer waren am Samstag in der Halle, die im 500m-Rennen in Maxime Chataigner einen französischen Sieger sahen. Nichts zu bestellen hatten diesmal die Deutschen Herrmann und Heung. Während Herrmann diesmal nur 20. wurde und seine gute Ausgangslage für den Mehrkampf einbüßte, wurde Heung nach einem Sturz gar nur 40. und damit Letzter. Auch Andre Pulec konnte nicht mehr als Rang 31. erlaufen.
Die Schwäche vom Vortag schien im 1000m-Rennen vergessen bei den deutschen Athleten. Sehr selbstbewusst und souverän agierten sie in der ersten Runde, wo der deutsche Rekordhalter über diese Strecke Heung und Herrmann die Rennen bestimmten. Anschließend hatten sie jedoch wieder Pech. Der gebürtige Kanadier Heung verpasste als Dritter seines Laufes knapp den Finaleinzug und wurde so am Ende 9., Herrmann wurde von den Kampfrichtern wegen angeblich regelwidrigem Laufens zurückgesetzt und belegte so Rang 18. Glück um Unglück für Letzteren: Dieser Platz genügte gerade noch, um ins Superfinale der besten 10 Athleten einzuziehen. Dies schaffte selbstverständlich auch Rodigari, der bereits seinen zweiten Streckensieg einfahren konnte.

Im Superfinale über 3000m auf dem 111m langen Oval kam es zu vielen taktischen Spielchen und Tempowechseln, wobei der Deutsche viel Führungsarbeit zu verrichten hatte. Am Ende reichte es zu Rang 5. Den Sieg sicherte sich diesmal der Franzose Thibaut Fauconnet, da Rodigari einen zweiten Platz gut verkraften konnte. Der Italiener stand bereits zuvor schon als Mehrkampfsieger fest. Mit 102 Punkten setzte er sich klar gegen Fauconnet (76) und Chataigner (42) durch. Herrmann landete mit 13. Punkten auf Rang 7.
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Zum Resultat Mehrkampf Männer
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Rudolph überzeugt im Damenbereich mit Einzug ins Superfinale
Bei den Damen standen neben Aika Klein und Susanne Rudolph gar drei Österreicherinnen am Start. Veronika Windisch, Kristina Kobler und Theresa Tremmel mischten auf dem Dresdner Eis mit. Etwas enttäuscht zeigte sich die einzige deutsche Olympiastarterin Aika Klein nach dem Auftaktrennen über 1500m. Mit ihrer taktischen Leistung unzufrieden wurde sie dennoch 10., zwei Plätze vor der jungen Rudolph. Vorjahrssiegerin Arianna Fontana landete den Streckensieg.
Während Arianna Fontana über die Sprintdistanz von 500 Metern ihren zweiten Streckensieg landen konnte, versetzte vor allem Susanne Rudolph die Fans in der Halle in helle Begeisterung. Sie kämpfte sich bis ins Finale der besten vier vor uns musste dich erst dort den drei Konkurrentinnen unglücklich geschlagen geben. „Das war mein erstes Einzelfinale in einer internationalen Meisterschaft. Klar, die Holzmedaille ist natürlich immer ärgerlich, aber wenn mir einer gesagt hätte, dass ich ins Finale komme, hab ich es mir nicht vorstellen können. Nachdem ich erfahren haben, dass die Olympiatür zu ist, war ich nahe dran, alles hinzuschmeißen. Ich brauchte die zwei Wochen über die Feiertag, um das zu verdauen. Dann konnte ich mich doch neu motivieren.“ Mit ihrer Leistung machte sie noch einmal deutlich, das sie eine Nominierung für Olympischen Spiele in Vancouver verdient gehabt hätte. Lediglich zwei Weltcups wurden zur Qualifikation herangezogen, wo sie die Kriterien knapp nicht erfüllen konnte und im Gegensatz zu anderen Sportarten keinen Freifahrtschein als Perspektivathletin eingeräumt bekam.

Eindeutig am schnellsten unterwegs auf den abschließenden 1500 Metern war die Tschechin Katerina Novotna. Wie bei den Herren gönnten sich die deutschen Starterinnen auf einer Strecke eine kleine Auszeit und brachten so ihre Positionen in der Mehrkampfwertung in Gefahr. Rudolph und Klein landeten auf dieser Strecke einträchtig beieinander auf den Rängen 16 und 17. Veronika Windisch schaffte es sogar auf Platz 11.

Rudolph schaffte als Krönung ihrer tollen EM-Leistung den Sprung ins Superfinale der besten 10 Athletinnen. Nach den 27 Runden musste sie sich jedoch mit dem letzten Platz begnügen, während Novotna einmal mehr siegreich war. Damit sicherte sich diese sogar noch den Mehrkampfgesamtsieg mit 89 Punkten, während Fontana auf 86 Zähler kam. Dritte wurde Elise Christie aus Großbritannien (42). Rudolph kam auf den ausgezeichneten 10. Platz.
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Zum Endstand Mehrkampf Frauen
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Deutsche Staffeln mit Gold und Silber überragend
Die deutsche Herrenstaffel, die ganz selbstbewusst als krasser Außenseiter bei Olympia gegen die schier übermächtigen Asiaten und Nordamerikaner ins Finale einziehen wollen, zeigte sich im Vorlauf sehr souverän. Im Halbfinale dann erzielten Paul Herrmann, Tyson Heung, Robert Seifert und Sebastian Praus in 6:44,617 Minuten einen neuen deutschen Rekord, was die Fans von den Sitzen riss. Als Belohnung wartete das Finale auf das Quartett, wo Italien, Großbritannien und Frankreich die Gegner waren. Auch hier blieben die Deutschen stets in Schlagdistanz. Nach einem Strauchler von Frankreich setzen sich die drei anderen Mannschaften ab. Als Schlussläufer versuchte Herrmann noch einmal alles, doch am Topfavoriten Italien war kein Vorbeikommen mehr. Dennoch ist die Silbermedaille ein Erfolg für die deutsche Equipe.
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Zum Resultat Staffel Männer

Nach den anstrengenden Rennen im Einzel verzichtete Bundestrainer Eric Bédard in der Staffel auf die starke Susanne Rudolph. Stattdessen setze er auf das Quartett Christin Priebst, Bianca Walter, Aika Klein und Julia Riedel. Im Halbfinale schien der Staffel jedoch das gleiche Pech anzuhaften wie schon bei der Olympiaqualifikation, die man leistungsmäßig hätte schaffen können. Schon in der Anfangsphase stürzte Riedel und brachte die deutsche Staffel ins Hintertreffen. Letztlich konnte jedoch noch Rang zwei und der Finaleinzug gerettet werden. Im Finale trafen die deutschen Frauen auf die Olympiastarterinnen aus Ungarn und den Niederlanden sowie Russland, während die beste europäische Staffel aus Italien sturzbedingt nicht im Finale dabei war. Vor allem die junge Walther drücke immer wieder aufs Tempo, zunächst verlor Ungarn den Anschluss, später konnten auch Russland und die Niederlande etwas distanziert werden. Unter frenetischem Jubel auf den Rängen überquerte Christin Priebst schließlich als Erste die Ziellinie und bescherte der DESG eine Goldmedaille. Folglich kannte der Freudentaumel auch auf dem Eis kein Halten mehr.
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