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Der HC Davos gewinnt im European Champions Cup gegen Frolunda mit 6:2.
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07.01.2006

Der HC Davos gewinnt im European Champions Cup gegen Frolunda mit 6:2.



Fünfmal hat der HC Davos gestern am European Champions Cup gegen Frölunda Göteborg die Möglichkeit erhalten, ein Powerplay aufzuziehen. Die Bündner taten dies beeindruckend: Sie münzten jede Strafe des schwedischen Eishockey-Meisters in einen Treffer um und kanterten die Skandinavier in St. Peterburg mit 6:2 nieder. Jetzt winkt dem HCD gar der Europacup-Final. Wenn der HC Davos verliert, wird Trainer Arno Del Curto erst recht zum Kämpfer. Nach dem unnötigen 1:3 am Donnerstagnachmittag gegen Finnlands Champion Kärpät Oulu redete er verschiedenen seiner Schützlinge ins Gewissen, unter anderen seinen ausländischen Stürmern. Und gestern überwachte der Coach das Frühstück seiner Schützlinge im Hotel persönlich. Jeder Spieler musste in Anbetracht des Anpfiffs um 14.30 Uhr zu ungewohnt früher Zeit Spaghetti verzehren. In Anbetracht des Stressprogramms mit zwei schweren Spielen innert 24 Stunden erforderte der Kalorienhaushalt die Aufnahme von vielen Kohlehydraten. «Vor einem derart wichtigen Match muss man ‘reinbeigen’», so Del Curto.

Seine Massnahmen fruchteten: Del Curtos Mannschaft spielte gegen Frölunda so diszipliniert wie wohl noch nie in dieser Saison – ja praktisch fehlerfrei –, die HCD-Ausländer steuerten die ersten vier Treffer zur Sensation bei, und kräftemässig hielten die Davoser den Match problemlos durch. Zweimal Landon Wilson Heikel wars für die Bündner eigentlich nur in der Startphase. Da schlugen die Schweden mit viel Tempo und Aggressivität einen enorm hohen Rhythmus an. Die Skandinavier schafften es aber selbst während 57 Sekunden in doppelter Überzahl nicht, die HCD-Abwehr auszuhebeln und den starken Goalie Jonas Hiller zu überlisten. Innert viereinhalb Minuten lenkte dann Landon Wilson das Spiel in die Davoser Bahnen. Im ersten Powerplay schlenzte der Amerikaner den Puck aus dem Handgelenk unter die Latte (13.). Und danach lenkte er den Puck bei einem blitzschnellen Konter nach einem Pass von Peter Guggisberg für Frölundas Star-Goalie Tommy Salo unhaltbar ins Netz. Dies blieb übrigens der einzige Treffer bei beidseits komplettem Spielerbestand während der ganzen Partie. Josef Marha und Brett Hauer sorgten im Mittelabschnitt mit zwei Powerplay-Toren für einen beruhigenden Vorsprung. Und danach bewies auch noch der erste HCD-Block Geschick im Kombinationsspiel und Treffsicherheit in Überzahl. Jan von Arx und sein Bruder Reto demütigten mit ihren Toren die Schweden endgültig. «Stolz auf dieses Team» Am Anfang habe Davos vor dem renommierten Gegner noch Respekt gezeigt, doch mit dem ersten Treffer habe die Mannschaft zu ihrem Spiel gefunden, erklärte HCD-Verteidiger Hauer.

«Das 1:0 verlieh dem ganzen Team viel Energie», meinte der Amerikaner. «Jeder kämpfte grossartig und arbeitete hart.» Dass das Powerplay im Vergleich um Vortag wesentlich besser funktionierte, begründete Hauer damit, «dass wir viel ruhiger agierten. Gegen Oulu hatten wir den Abschluss zu schnell gesucht. Diesmal kombinierten wir mit sicheren Pässen, bis sich einer in einer guten Schussposition befand.» Er sei stolz auf dieses Davoser Team, bemerkte Hauer. «Niemand gab uns nach der Niederlage gegen die Finnen noch eine Chance. Wir gaben den Skeptikern aber nicht nur eine klare Antwort, sondern wir zeigten, dass in der Schweiz gutes Eishockey gespielt wird.» Martin Plüss als Verlierer Zu den grossen Verlierern gehörte Martin Plüss, der 28-jährige Schweizer Stürmer im Team der Fröluna Indians. Den ersten Gegentreffer sah er von der Strafbank aus, bei der Entstehung des zweiten gelang es ihm nicht, Josef Marha am Steilpass auf Guggisberg zu hindern. Der HC Davos habe ein sehr gutes Konterspiel mit enorm viel Tempo betrieben, lobte Plüss den Schweizer Meister. Auch Frölundas Trainer Stefan Lundh fand für die Bündner lobende Worte: «Davos bot ein ausgezeichnetes Spiel mit einem grossartigen Torhüter im Rücken.» Die Schweden wehrten sich vehement gegen den Verdacht, ihren Widersacher unterschätzt zu haben. «Wir analysierten Videoaufnahmen von sämtlichen Spengler-Cup-Partien des HC Davos», sagte Plüss. «Wie gut der Gegner aber drauf war, zeigt die exzellente Powerplay-Ausbeute.»

Spengler Cup als Lockvogel Frölunda kann sich nach der Kanterniederlage nur noch für den Final qualifizieren, wenn es heute gegen Kärpät Oulu mit fünf Toren Differenz besiegt. «Nichts ist unmöglich», meinte dazu Trainer Lundh. Gewinnen die Schweden weniger hoch, öffen sie dem HC Davos die Türe ins Endspiel. «Wir schauen nicht auf den HCD, doch die Finnen wollen wir unbedingt besiegen», meinte Plüss. Und Lundh nannte einen guten Grund, um seine enttäuschten Spieler aufzubauen: «Wenn schwedische Teams gegen finnische antreten, geht es immer um viel Prestige.» Einen zweiten Grund zu einer Parforce-Leistung lieferte Del Curto seinem schwedischen Trainerkollegen. «Falls wir dank einem Sieg von Frölunda über Kärpät Oulu in den Final gelangen, laden wir das Team aus Göteburg an den nächsten Spengler Cup ein.» Allfälliger Finalgegner des HCD am European Champions Cup wäre morgen übrigens Dynamo Moskau oder Tschechiens Meister Pardubice. Diese beiden Teams stehen sich heute im letzten Gruppenspiel gegenüber. (HCD)

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