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Eiskunstlauf-Star Plushenko nach Kurzprogramm knapp in Führung - minimale Abstände unter den ersten drei
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17.02.2010

Eiskunstlauf-Star Plushenko nach Kurzprogramm knapp in Führung - minimale Abstände unter den ersten drei

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Autor: Heike Oberfeuchtner (H.O.)
Bericht: Evan Lysacek ist Olympiasieger – Plushenkos Plan geht nicht auf
Vote: Eiskunstlauf: Hat Stephane Lambiel noch Chancen auf Edelmetall?
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Vancouver, 17.02.10 - In der letzten Nacht hat in Vancouver der vielleicht mit am meisten Spannung erwartete Eiskunstlauf-Wettbewerb begonnen: die Konkurrenz der männlichen Einzelläufer. Dabei nahm der Russe Evgeni Plushenko, der in dieser Saison erst nach einer dreijährigen Pause aufs Eis zurückgekehrt war, Kurs in Richtung einer zweiten olympischen Goldmedaille. Er führt nach dem Kurzprogramm vor Evan Lysacek aus den USA und dem japanischen Meister Daisuke Takahashi – allerdings beträgt der Abstand zwischen den dreien insgesamt nicht einmal einen ganzen Zähler. Der Schweizer Stephane Lambiel klassierte sich vorläufig auf einem guten fünften Platz, Stefan Lindemann aus Deutschland kam hingegen über Rang 17 nicht hinaus.

Plushenkos Sprunggewalt gibt den Ausschlag
Die Männer-Konkurrenz steht einerseits unter dem Motto „Altmeister Plushenko gegen die jungen Läufer von heute“, andererseits befindet sie sich im Spannungsfeld zwischen den Vertretern eines „europäischen“, an Sprüngen und Höchstschwierigkeiten orientierten Stils und den Vertretern einer „nordamerikanischen“ Herangehensweise, die ihr Augenmerk eher auf die für die „B-Note“ wichtigen kleinen Details legt. Nach dem Kurzprogramm lässt sich sagen, dass vorerst die Sprunggewalt den Ausschlag gegeben hat: Der vielfache Europameister und dreifache Weltmeister Evgeni Plushenko war, nicht zum ersten Mal, der Einzige, der in seinem Kurprogramm (Musik: „Concierto de Aranjuez“) einen Vierfach-Dreifach-Kombination riskierte, sicher stand und dafür mit dem mit Abstand höchsten technischen Wert belohnt wurde. Insgesamt erhielt der Russe 90.85 Punkte und hat damit beste Aussichten auf eine Wiederholung seines Triumphes von Turin, womit sein spektakuläres Comeback sich im wahrsten Sinne des Worte als „goldrichtig“ erweisen würde.

Lysacek und Takahashi sorgen für Spannung
Doch die Konkurrenz ist dem immerhin schon 27-Jährigen dicht auf den Fersen, allen voran der amtierende Weltmeister Evan Lysacek. Der US-Amerikaner kassierte für sein Kurzprogramm (Musik: „Firebird“ von Strawinsky), das auch eine Kombination dreier dreifacher Sprünge beinhaltete, einen persönlichen Bestwert, nämlich insgesamt nur 55 Hundertstel weniger als Plushenko. Er schlug diesen sogar deutlich in den Programmkomponenten, kein Wunder, legte er doch – siehe „amerikanischer Stil“- besondere Sorgfalt auf die Schrittte und die Verbindungen. Zudem verbuchte er für seine Spiralschrittfolge einen Level 4, was so gut wie nie vorkommt.

In den Zweikampf Europa (Russland) vs. USA könnte sich allerdings durchaus auch noch ein Japaner einmischen: der 23-jährige Daisuke Takahashi, mehrfacher Meister seines Landes und Four-Continents-Titelträger 2008. Auch er erzielte mit seinem Kurzprogramm (Musik: „Eye“ von Coba) einen höheren „B-Wert“ als Plushenko, insgesamt 90.25 Punkte, liegt also quasi gleichauf mit Lysacek. Auch für ihn bedeutete das eine neue persönliche Bestmarke, zu der seine extrem schwierige, auf einem Fuß ausgeführte Schrittpassage maßgeblich beitrug.

Lambiel mit Außenseiterchancen
Fast scheint es, als seien Gold, Silber und Bronze schon vergeben und nur die Reihenfolge noch unklar, denn zu Platz vier tut sich ein deutlicher Graben auf. Hier rangiert Takahashis Landsmann und Cup of China-Gewinner Nobunari Oda, der fast sechs Zähler Rückstand auf den eben Genannten aufweist (84.85). Nur hauchdünn dahinter mit 84.63 Punkten liegt der Schweizermeister Stephane Lambiel, der ebenso wie Plushenko seiner Karriere pünktlich zur olympischen Saison eine Verlängerung gegönnt hat. Leider lief es in seinem Kurzprogramm (Musik: Rossinis „Wilhelm Tell“) nicht ganz rund: Da er den dreifachen Axel nicht beherrscht, musste er den vierfachen Toeloop riskieren, griff aber mit der Hand aufs Eis. Auch die Kombination fiel nicht so aus wie geplant. Wenn aber einer der scheinbar so sicheren Medaillenanwärter in der Kür straucheln sollte, hätte Lambiel, der in Turin Silber errang, bei einer fehlerfreien Leistung wohl noch eine Chance aufs Podest.
Etwas schlechter stehen die Chancen des US-Amerikaners Johnny Weir, der sich mit 82.10 Punkten auf Rang sechs einreihte, sowie des Lokalmatadors Patrick Chan, der 81.12 Zähler erzielte.

Lindemann trotz guter Leistung nur 17-ter. Ein Franzose fällt ins Bodenlose
Was den Vertreter Deutschlands, den mehrfachen Landesmeister Stefan Lindemann, angeht, so konnte er mit seiner Leistung im Kurzprogramm (Musik aus „Die Firma“), die einen guten dreifachen Axel und eine saubere Kombination umfasste, durchaus zufrieden sein – weniger hingegen mit der zaghaften Bewertung von nur 68.50 Punkten, die ihm dafür zugestanden wurde und die lediglich Rang 17 bedeutete. Allerdings befindet sich der Berliner auf den unteren Rängen „in guter Gesellschaft“: Hinter ihm liegt noch, so unglaublich es klingt, der mehrfache Europameister und Ex-Weltmeister Brian Joubert aus Frankreich, der als fast sicherer Medaillenkandidat galt, aber zwei katastrophale Patzer in den Sprüngen produzierte und 68.00 Punkte auf Rang 18 mitnahm. Gar nur 19-ter (65.32 Punkte) ist der Tscheche Tomas Verner, der ebenfalls zum erweiterten Kreis der Favoriten gezählt hatte. Der Österreicher Viktor Pfeifer zeigte das ihm Mögliche und beendete das Kurzprogramm auf Position 23, womit er sich immerhin die Teilnahme am Finale gesichert hat.

Die Entscheidung bei den Männern fällt in der Kür in der Nacht von Donnerstag auf Freitag 2 Uhr bzw. Donnerstagnachmittag 17 Uhr Ortszeit.

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Eiskunstlauf: Hat Stephane Lambiel noch Chancen auf Edelmetall?

Stephane Lambiel wird leer ausgehen, diesesmal verpasst er den Sprung aufs Podest
51.85% 14 Stimme(n)
SILBER: Lambiel wird alle begeistern, doch an Plushenko kommt er nicht vorbei
22.22% 6 Stimme(n)
BRONZE: Mindestens ein Patzer bei den Sprüngen wird ihm den Sprung nach ganz oben verwehren. Zu Bronze wird es ihm aber reichen.
14.81% 4 Stimme(n)
GOLD: Ja, Lambiel wird mit seiner Kür alle vom Hocker reissen und gewinnen!
11.11% 3 Stimme(n)
 
Teilnehmer: 27 Stimme(n)
 
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