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Biathleten teilweise gegen zentrale Medaillenvergabe in Turin
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01.02.2006

Biathleten teilweise gegen zentrale Medaillenvergabe in Turin

Autor: Jörg Schröder


Norweger an der Spitze der Gegner
Der Plan, die olympischen Medaillen zu einem Großteil nicht an den Wettkampforten, sondern auf der Piazza Castello mitten in Turin zu vergeben, hat eine rege Diskussion angestoßen und auch schon harsche Kritik hervorgerufen. Grund dafür sind die teilweise großen Entfernungen von den Wettkampfstätten nach Turin.
Bei 84 Entscheidungen sollen bei 54 die Sieger im Herzen Turins geehrt werden. Vor allem aus dem Lager der Biathleten kommt massiver Protest, hätten sie doch eine Strecke von 88 Kilometern zurück zulegen – und dann auch noch wieder zurück.

Das norwegische NOK hat sich an die Spitze führender Biathlonnationen gesetzt und wie die Internationale Biathon-Union (IBU) Kritik geübt. Sie wollen den Stress der Sportler vermindern und sind deshalb an das TOROC herangetreten. Ursprünglich waren fünf Stunden Fahrt eingeplant worden. Von diesem Wissen aus hatte der Sprecher des IBU-Athletenkomitees, der Norweger Ole-Einar Bjoerndalen, im Sommer noch für Turin eingesetzt. Heute sagt er: „Dafür bin ich noch immer, denn es ist für jeden Athleten schöner, die Medaillen vor einer ansprechenden Kulisse abseits vom Wettkampfstress zu erhalten.“ Doch durch den nun viel größeren Zeitaufwand wirft er heute ein: „Das ist auch aus gesundheitlicher Sicht unzumutbar, denn die Medaillengewinner haben noch weitere Wettkämpfe vor sich.“

Mittlerweile ist die doppelte Zeit eingeplant für Fahrt und Zeremonie. Während der Fahrt sollen die Sportler von den Doping-Kontrolleuren begleitet werden, an 14 Stellen soll dann auf der Fahrt die Urinabgabe möglich sein. Dennoch glaubt niemand daran, das fünf Stunden möglich sind, da man auch Staus mit einrechnen müsse.

Es gibt dennoch Befürworter für den Plan des TOROC
Vor allem die Deutschen sehen die Situation nicht so dramatisch. Sven Fischer kann dem ganzen sogar etwas positives abgewinnen: „Acht Stunden für die Fahrt zur Siegerehrung und zurück wären mir lieber als acht Stunden Dauerstress mit Interviews“. Zudem können man in einem bequemen Bus gut schlafen. Er verlangt dann aber, das in Turin gute Aufenthaltsräume vorhanden seien, wo man die Möglichkeit zu duschen und essen hätte. Und lächelnd fügt er hinzu: „Wenn ich bei einer Siegerehrung dabei sein dürfte, würde ich auch die lange Zeit in Kauf nehmen.“

Auch aus rein sportlichen Gesichtspunkten sehen die Deutschen Funktionäre weit weniger Probleme als die Norweger, weswegen sie nicht aktiv den Vorstoß der Skandinavier unterstützen. „Natürlich wäre es aus sportlicher Sicht besser, wenn sich die Athleten nach dem Wettkampf ordentlich auslaufen könnten“, sagt etwa Mannschaftsleiter Martin Löchle. Aber da dieses Mal drei Tage Wettkampfpause zwischen den Wettkämpfen lägen, sei dies kein so großes Problem. Außerdem hätten die Athleten die Möglichkeit, zur Not im Olympischen Dorf in Turin zu nächtigen, so Löchle weiter.

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