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Interview mit Maximilian Arndt, Teil 1: "Das Niveau im Europacup im letzten Jahr war schon so hoch, dass wir gleich gut mithalten konnten"
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03.04.2011

Interview mit Maximilian Arndt, Teil 1: "Das Niveau im Europacup im letzten Jahr war schon so hoch, dass wir gleich gut mithalten konnten"

Info: Weitere Sportlerinterviews von LiVE-Wintersport.com
Autor: Johann Reinhardt


Für ein Interview stand uns der deutsche Bobpilot Maximilian Arndt zu Verfügung. Er zählt zu den Newcomern der abgelaufenen Saison und startete erstmals in seiner Karriere bei einer WM und das ausgerechnet am heimischen Königssee, wo er das Rennen im großen Schlitten mit einem hervorragenden sechsten Platz abschloss. Außerdem wurde er in dieser Saison Junioren-Weltmeister im Viererbob. Im ersten Teil des Interviews lässt er die Saison noch einmal Revue passieren und spricht über die kommende Testwoche in Lake Placid.


Großes Interview mit Maximilian Arndt: Teil 1 (03.04.) | Teil 2 (07.04.)


Sie fuhren in dieser Saison erstmals über einen längeren Zeitraum im Weltcup, in den Jahren zuvor waren Sie im Europacup unterwegs. Gab es große Unterschiede zwischen den beiden Wettkampfklassen?
Man dachte am Anfang bevor man in den Weltcup gekommen ist, dass der Unterschied wesentlich größer ist als er dann im Endeffekt war. Als ich erstmals gestartet bin habe ich festgestellt, dass das Niveau im Europacup im letzten Jahr schon so hoch war, dass wir gleich gut mithalten konnten. Wir dachten anfangs, dass es wirklich kompliziert und schwer werden würde. Daher waren wir positiv überrascht, da es gleich so gut im Weltcup klappte.

Vor allem für die jungen Fahrer kann es ein großer Vorteil sein, dass der Europacup näher an den Weltcup herangerückt ist…
Genau, in den letzten Jahren hat sich das Niveau stetig verbessert. Die Weltspitze definiert sich auch nicht immer durch die selben Namen, sondern diese wechseln auch. Es haben eben nun auch ein paar von den alten Fahrern ihre Karriere beendet haben und so stößt nun die neue Generation nach. Da wir uns vorher auch schon im Europacup heiße Duelle geliefert haben, sind wir denke ich auch im Weltcup immer vorne dabei wenn wir starten.

Sie haben nun auch ehemalige Anschieber von Andre Lange mit in ihrem Team. Wie hat Ihnen das geholfen, sich noch schneller an das Niveau anzupassen?
Das ist natürlich eine sehr wichtige Sache gewesen, dass die beiden Jungs mit dabei gewesen sind. Auf dem Niveau auf dem wir uns mittlerweile befinden muss man einfach am Start mit dabei sein. Wenn man von den Startzeiten her nicht da ist wo sich die Weltspitze befindet, dann kann man auch nichts mehr herausholen und erreichen. Deswegen war es sehr wichtig, dass sie mit dazu gestoßen sind und mich in diesem Winter auf so sensationelle Startzeiten gebracht haben.

Welches Fazit ziehen Sie aus dieser Saison?

Für meine erste Saison ziehe ich auf jeden Fall ein positives Fazit, mit den Ergebnissen war ich sehr zufrieden. Aber es gibt noch Ausbaupotenzial, vor allem im Zweier ist noch nicht jedes Rennen so gelaufen wie wir uns es vorgestellt haben. In der nächsten Saison wollen wir ebenfalls die komplette Saison im Weltcup fahren und nicht nach der Hälfte in den Europacup gehen.

Bei der Junioren-WM haben Sie Gold im Vierer gewonnen. Waren Sie etwas enttäuscht, dass es nicht auch im kleinen Schlitten geklappt hat?
Enttäuscht war ich schon ein bisschen, weil wir haben schon mit dem Gold im Zweier geliebäugelt und waren auch unter den Favoriten darauf. Da habe ich dann auch leider individuelle Fehler gemacht, sodass uns das verwehrt geblieben ist.

Trotzdem hat es mit dem WM-Start geklappt. Welchen Eindruck hatten Sie vom Saisonhighlight?

Es war sensationell bei der ersten WM sich mit den Besten zu messen und endlich einmal teilnehmen zu dürfen. Es war eine super Atmosphäre und wirklich ein tolles Gefühl vor so vielen Zuschauern. Die ganze Bahn stand wirklich voll im Vierer-Rennen. Es war einmal schön, dass nicht nur ein paar Zuschauer da waren wie sonst. Die Stimmung war super, man wurde angefeuert – das war einfach richtig klasse.

Zu Beginn der Saison standen die Rennen in Übersee an. Haben Sie bei den langen Flügen überhaupt noch Zeit um zwischendurch abzuschalten?
Ich bin nicht unbedingt der Freund des Fliegens, aber ein Problem damit habe ich eigentlich nicht gehabt. Auch mit der Zeitumstellung bin ich relativ gut klar gekommen. Außerdem kann man in den Flügen zwischen den Wettkampforten mal etwas entspannen. Mit dem wenigen Training was wir hatten war es ein bisschen problematisch, aber man ist dann noch mehr darauf fokussiert die Bahn wirklich sauber und sicher hinunter zu fahren und doktert nicht gleich an den Feinheiten herum. Natürlich haben wir viele Reisen, aber vor allem die Trainingsphasen sind sehr wichtig und deshalb brauchen wir die so oft es geht.

Man hat auch schon gehört, dass manchmal Material nicht ankommt im nächsten Wettkampfort. Ist ihnen das auch schon passiert?
Das ist bei mir bisher noch nicht passiert und es ist alles angekommen. Es kann mal sein, dass sie mit Verspätung kommen, wenn die LKWs in Schneestürmen landen. Dass etwas gar nicht angekommen ist, habe ich aber zum Glück noch nicht erlebt.

Wo sehen Sie noch Verbesserungspotenzial in der nächsten Saison?
Wir wollen natürlich unsere persönlichen Leistungen am Start noch etwas nach oben treiben von uns allen. Weiterhin wollen wir uns gerade in die Entwicklung des neuen Zweiers mehr einbringen. Auch insgesamt materialtechnisch wollen wir uns in der nächsten Saison noch einmal wesentlich weiter entwickeln. Das ist unser Hauptaugenmerk und dann hoffen wir, dass wir die nächste Saison genauso oder sogar noch ein bisschen besser oder erfolgreicher gestalten können.

Stichwort Material: Wie muss man sich bei Ihnen die Tests vorstellen?
Es gibt unterschiedliche Varianten, je nachdem was man jetzt genau testet. Meistens ist es so, dass man sich ein oder zwei Nullschlitten sucht. Diese fahren immer konstant mit denselben Kufen und der halbwegs selben Fahrleistung nebenher. Man selbst versucht nebenher gewisse Einstellungen zu verändern oder Kufen zu tauschen. Man vergleicht dann, wie man im ersten, zweiten, dritten oder auch vierten Lauf zeitlich zum Schlitten ist – je nachdem wie viele Läufe man dann macht.

Wie sieht das Sommertraining bei Ihnen aus? Wann beginnt es?
Wir fangen in der nächsten Woche mit dem Sommeraufbau wieder an. Wir sind jetzt in der Phase, in der wir die Grundlagenausdauer trainieren und versuchen körperlich ein bisschen in Form zu kommen. Wir bauen also quasi unsere Plattform.
Ab Juli bzw. August wechseln wir dann in den Kraft-, sowie Schnellkraftbereich hinein, wo wir uns dann bis Saisonbeginn richtig in Form bringen wollen. So sieht eigentlich unser grundlegender Trainingsaufbau aus.

Stehen auch Testfahrten auf Bahnen an?

Wir fliegen am heutigen Sonntag noch einmal für eine Woche nach Lake Placid, wo nächstes Jahr die WM stattfindet. Dort werden wir noch einmal testen.

In Lake Placid gastierte in dieser Woche noch der America´s Cup. War es keine Option dort zu starten?
Es kostet immer einen Haufen Geld dorthin zu fliegen. Der Verband hat halt gesagt, dass sie noch einmal die Kosten übernehmen und sie haben den Termin so festgelegt. Warum sie das jetzt nach den America´s Cup gelegt haben weiß ich auch nicht. Aber wir sind froh, dass wir noch einmal eine Woche rüber dürfen und da ist es auch egal, ob dort noch ein kleiner Wettkampf ist oder nicht. Wir fahren eigentlich sowieso nur zum Testen hin und um die Bahn noch einmal näher kennen zu lernen.
Die nächsten Fahrten gehen dann erst wieder im Oktober los wenn die Bahnen vereist sind. Vorher sind dann auch Tests nur schwer möglich, weil die Bahn wirklich erst relativ spät vereist wird und somit erst befahrbar ist.

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Maximilian Arndt und seine Crew beim WM-Rennen im Vierer am Königssee (Copyright BSD)
Maximilian Arndt und seine Crew beim WM-Rennen im Vierer am Königssee (Copyright BSD)


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