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Italien sorgt mit Sieg bei der Herrenstaffel für historischen Erfolg - Deutschland landet auf Rang vier
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06.01.2012

Italien sorgt mit Sieg bei der Herrenstaffel für historischen Erfolg - Deutschland landet auf Rang vier

Autor: Maximilian Schröter
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Oberhof, 06.01.2012 - Die Italienische Biathlon Männer-Staffel sorgte gestern in Oberhof für eine Überraschung. Das Quartett in der Besetzung Christian De Lorenzi, Markus Windisch, Dominik Windisch und Lukas Hofer setzte sich nach viermal siebeneinhalb Kilometern gegen die russische Formation (Anton Shipulin, Evgeniy Garanichev, Evgeny Ustugov, Aleey Volkov) und das Team aus Schweden (Tobias Arwidson, Björn Ferry, Frederik Lindström, Carl Johan Bergmann) durch. Für den DSV kamen Simon Schempp, Andreas Birnbacher, Florian Graf, Arnd Peiffer) auf den vierten Platz.

Strecke und Zuschauer gut, aber Wind und Schnee sorgen für Fehler

Nachdem es anfangs der Woche noch Bedenken bezüglich der Schneesicherheit in Oberhof hatte, war man wenige Tage später bestens mit einem weißen Meer versorgt. Am Vortag hatte es mächtig geschneit und die Strecken waren folglich gut präpariert. Am Schießstand herrschte teilweise Chaos. Der unentwegt niederfallende Schnee und der böige und sehr starke Wind bescherte den Athleten einige Fehlschüsse. Es kamen auch zu dieser Ski-Veranstaltung im Wintersport begeisterten Thüringer Wald wieder tausende von Menschen. Insgesamt bejubelten 16.500 Menschen die Athleten am zweiten Wettkampftag des Weltcups in Oberhof.

Italien überrascht mit Sieg vor Russland

Für Italien war es der erste Erfolg in einem Staffelrennen seit 19 Jahren. Und er war weder unverdient noch glücklich zu Stande gekommen. Startläufer Christian De Lorenzi, der läuferisch nicht zu den Besten im Feld gehört, konnte sich zunächst vom Feld mitziehen lassen und benötigte bei seinen beiden Schießeinlagen lediglich einen Nachlader. Zwar ließ er letztendlich doch ein paar Federn auf der Strecke, aber er übergab auf dem vierten Platz liegend eine gute Ausgangssituation an Markus Windisch. Der ältere der beiden Windisch-Brüder brachte mit ebenfalls nur einem benötigten Nachlader das Team auf einen Podiumsplatz und sein Bruder verbesserte das Zwischenergebnis nochmals um einen Rang. Er lief mit einer guten Laufzeit fast die Hälfte des Rückstands zu, ehe er an den besten Italiener im Weltcup übergab, Lukas Hofer. Der schnelle und talentierte Athlet behielt bei den schwierigen Bedingungen die Nerven und benötigte für seine zehn Schuss nur einen Nachlader. Mit einer sehr guten letzten Runde rang er die hinter ihm liegende russische Staffel nieder und sicherte sich souverän den Sieg. Die Russen setzten sich zunächst mit ihrem Startläufer Anton Shipulin an die Spitze. Bei enorm schwierigen Windbedingungen nutzte der zweite Athlet, Evgeniy Garanichev, zwar fast alle sechs Nachlader, aber er baute den Vorsprung dennoch mit einer ambitionierten Laufleistung aus. Evgeny Ustyugov verwaltete diesen großen Vorsprung zunächst, aber beim Stehendanschlag kam der große Einbruch. Mit zwei Strafrunden schmolz der fast zweiminütige Vorsprung auf die Italiener bis auf 30 Sekunden zusammen und die Verfolger witterten Morgenluft. Der relativ unerfahrene Alexey Volkov, der als Schlussläufer von seinem deutschen Trainer Wolfgang Pichler aufgestellt worden war, konnte dem Druck nicht Stand halten und musste sich dem immer näher kommenden Italiener Hofer in der Schlussrunde geschlagen geben. Schweden lief auf einen für sie akzeptablen dritten Rang. Der unerfahrene Startläufer Tobias Arwidson schoss für das Quartett um den Weltcupgesamtzweiten Carl Johan Bergmann. Trotzdem lag die Mannschaft fast zweieinhalb Minuten zurück was aus der schwachen Laufleistung des Startläufers resultierte. Der Olympiasieger Björn Ferry konnte zwar von dem großen Vorsprung nur wenig abbauen, brachte sein Team jedoch vom 13. auf den vierten Platz nach vorn. Er übergab auf Frederik Lindström, der mit einem beherzten guten Rennen sich auf den dritten Rang vorarbeitete. Carl Johan Bergmann zeigt zum Abschluss wieder einmal seine Stärke und sicherte die Podiumsplatzierung.

Deutschland am Podium vorbei, Österreich vom Winde verweht

Die Deutsche Staffel, die als Geheimfavorit an den Start gegangen war, musste sich am Ende mit dem undankbaren vierten Rang zufrieden geben. Simon Schempp und Andreas Birnbacher, die beide jeweils drei Nachlader benötigten, um eine Strafrunde abzuwenden, häuften in den ersten Runden bereits 50 Sekunden an Rückstand an. Florian Graf, der zuletzt mit überraschend guten Leistungen aufwartete, hatte dann bei seinem Liegendschießen die denkbar schlechtesten Windbedingungen. Immer wieder änderte der Wind und Graf wollte dem mit der Veränderung der Schusslinie entgegenwirken, kam aber dem Wind nicht hinterher. Letztendlich standen drei Nachlader und eine Strafrunde auf dem Zettel und die deutsche Mannschaft fiel zurück. Der Schlussläufer Arnd Peiffer sah sich auf Rang vier liegend mit eineinhalb Minuten Rückstand in einer aussichtslosen Situation. Mit seinem ersten Schießen kam er zwar nochmal an den Bergmann heran, aber mit dem Stehendschießen fiel er wieder ab und ließ die letzte Runde ein wenig schleifen, denn die Norweger dahinter waren einige Zeit entfernt. Das Österreichische Team bestehend aus Simon Eder, Daniel Mesotitsch, Dominik Landertinger und Christoph Sumann landete beim ersten Weltcuprennen dieses Jahres auf dem sechsten Rang. Vor allem die zwei Strafrunden von Daniel Mesotitsch verhinderten ein besseres Abschneiden. Die Schweiz rangierte sich erwartungsgemäß hinter ein und kam auf Position 18.


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