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Nachrichten Schweiz Sportmediziner unterstützen Swiss Olympic bei der Dopingbekämpfung |
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19.10.2006 | ||
Sportmediziner unterstützen Swiss Olympic bei der DopingbekämpfungAutor: Swiss OlympicBern, 19. Oktober 2006. Die diesjährige Tagung Sportmed fand zum Thema «Doping, Recht und Spitzensport» statt. Die Referenten diskutierten den aktuellen Stand in der Dopingbekämpfung und informierten die Sportmediziner über die juristische Problematik im Spitzensport. Die Schweizerische Gesellschaft für Sportmedizin (SGSM) hatte zur Sportmed Tagung 2006 hochkarätige Referenten zum Thema Doping eingeladen. Professor Bengt Kayser, SGSM-Vorstandsmitglied, sagte in seinem Referat, dass er die Dopingbekämpfung in ihrer heutigen Form zwar akzeptiere, dass es aber an der Zeit sei, dieses Problem umfassend zu diskutieren und auch über eine Dopingfreigabe unter ärztlicher Aufsicht nachzudenken. Professor Hans Hoppeler, Präsident der Fachkommission für Dopingbekämpfung (FDB), betonte in seiner Replik, dass eine Dopingfreigabe unter ärztlicher Aufsicht aus verschiedenen Gründen «unmöglich» sei, unter anderem deshalb, weil sie alle Spitzensportler zwingen würde zu dopen, und weil sie mit der heutigen medizinischen Ethik unvereinbar sei. «Ich bin der Meinung, dass die heute praktizierte, nicht perfekte Dopingbekämpfung besser ist als die Dopingfreigabe», sagte Hoppeler. Laut SGSM-Präsident Beat Villiger unterstützt die SGSM vollumfänglich die Bemühungen von Swiss Olympic im Bereich der Dopingbekämpfung. «Anlässlich der Jahrestagung 2006 haben die Mitglieder der SGSM ausserdem einstimmig die sofortige Schaffung einer Nationalen Anti-Dopingagentur (NADA) gefordert. Unverändert gilt die ’Erklärung von La Chaux-de-fonds’ von 1994 für einen aktiven Kampf gegen das Doping und zum Artikel 4 der Standesordnung der FMH von 2002, welche den Mitgliedern das Doping aus ethischen, gesundheitlichen und rechtlichen Gründen untersagt», so Villiger. Zur Problematik des Einsatzes von Anabolika im Spitzensport informierte an der Tagung Dr. Bruno Müller aus Bern und Professor Grégory Ninot aus Montpellier referierte zum Thema EPO. Dr. Matthias Kamber, verantwortlich für die Dopingbekämpfung am Bundesamt für Sport (BASPO), hielt einen Vortrag zum Thema «Dopingbekämpfung heute». Neben der Doping-Thematik beschäftigten sich die Sportmediziner mit dem Thema «Recht und Spitzensport». Anhand konkreter Beispiele wie den Dopingvorfällen der österreichischen Delegation an den Olympischen Spielen in Salt Lake City und Turin stellte der ehemalige Spitzenruderer Dr. iur. Stephan Netzle die juristischen Probleme dar, mit denen Mediziner im Spitzensport konfrontiert werden können. Die an der Tagung gewonnenen Erkenntnisse im Bereich Recht und Spitzensport werden der SGSM und Swiss Olympic als Grundlage dienen für die Ausarbeitung eines Handbuchs, das Sportmediziner und Sporttherapeuten in diesem Bereich unterstützt. Die Tagung Sportmed ist eine Fortbildungsveranstaltung für Ärzte und Therapeuten, die für Verbände, Clubs und Sportevents tätig sind. Organisiert wird die Tagung von der Schweizerischen Gesellschaft für Sportmedizin (SGSM). Ziel der Tagung ist eine Verbesserung der sportmedizinischen Betreuung im Schweizer Spitzensport. Zum gleichen Zweck pflegen Swiss Olympic und die SGSM seit Jahren eine enge Partnerschaft. |
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19.10.2006 | ||
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