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Interview mit Arnd Peiffer: "Das Gefühl, dort gar nicht hinzugehören"
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16.07.2009

Interview mit Arnd Peiffer: "Das Gefühl, dort gar nicht hinzugehören"

Info: Weitere Sportlerinterviews und Terminplan
Autor: Johann Reinhardt
Bericht: Zum Interview mit Arnd Peiffer im Sommer 2010


In der Vorbereitung zu der Olympia Saison stand LiVE-Wintersport.com Arnd Peiffer für ein Interview zu Verfügung. Peiffer wurde 1987 in Wolfenbüttel geboren und startet für den WSV Clausthal-Zellerfeld. 2008 gewann er bei den Juniorenweltmeisterschaften in Ruhpolding zwei Bronzemedaillen. Im Januar 2009 hatte er in einem Staffelwettbewerb seinen ersten Weltcupeinsatz in Oberhof. Bei den Weltmeisterschaften in Pyeongchang holte der Thüringer zwei Bronzemedaillen. Am Ende der letzten Saison siegte Peiffer auch erstmals im Weltcup bei einem Sprintrennen in Chanty-Mansijsk.

Sie sind der Aufsteiger der Saison, welches Fazit ziehen sie nach der Saison und was lässt sich trotzdem noch verbessern?

Es war eine tolle Saison für mich und ich habe meine eigenen Erwartungen übertroffen. Jetzt gilt es für mich auf diesem Weg konsequent weiterzuarbeiten. An vielen Dingen kann man noch etwas verbessern.

Was war es für ein Gefühl beim ersten Weltcupstart und wie lief ihr Tag ab in Oberhof? Wie blieben Sie so cool beim Schießen?

Der Ablauf vor dem Rennen war wie auch im IBU-Cup. Vormittags hatten wir noch etwas Zeit für uns welche ich genutzt habe um ein Stückchen zu joggen. Vorm Rennen dann Anschießen, Skitest und Einlaufen. Beim Betreten des Stadions wurde mir dann schnell klar, dass die Routine an dieser Stelle vorbei war. Die Kulisse mit den vielen begeisterten Zuschauern war unglaublich. Schon beim Anschießen hatte ich Gänsehaut. Ich würde es nicht direkt als Coolness bezeichnen, ich war durch das Training und die Trainer gut vorbereitet worden und habe versucht mich völlig auf die Schießabläufe zu konzentrieren.

Bei der WM waren Sie bei der Staffel und Mixed-Staffel dabei und gewannen beide male Bronze. Wie erfuhren Sie von ihren Staffeleinsatz?

Von den Staffeleinsätzen erfuhr ich jeweils zwei Tage vor dem Rennen von Frank Ullrich. Das war sehr angenehm; denn so hatte ich zwei Nächte zum darüber schlafen. Der Empfang in meiner Heimatstadt Clausthal-Zellerfeld war sehr herzlich und war für mich eine sehr schöne Erfahrung.

Welche Erinnerungen haben Sie noch an ihren ersten Weltcupsieg?

Das war für mich zum Abschluss der Saison noch ein richtiges Highlight. Ein unbeschreibliches Gefühl. Ich erinnere mich daran, dass ich auf dem Podest stand und das Gefühl hatte dort gar nicht hinzugehören.

Was taten Sie in der Zeit nach der Saison?

Direkt zwei Tage nachdem wir in München gelandet sind habe ich den zweiten von vier Ausbildungsabschnitten bei der Bundespolizei in Bad Endorf angetreten. Ich hatte also eher wenig Zeit zum durchschnaufen.

Wie und in welchen Phasen geht die Sommervorbereitung von statten?

Wir sind mit viel Rennrad, allgemeiner Kraft, Cross und Paddeln in die Saison gestartet. Jetzt im Juni haben wir bereits angefangen wieder verstärkt Skiroller zu laufen.

Was sind ihre Ziele für die nächste Saison und Olympia?

Mein Kernziel ist mich stetig weiterzuentwickeln. Was dabei rauskommt wird sich zeigen. Natürlich möchte ich in der Weltcupmannschaft bleiben.

Was sind Unterschiede zwischen den Trainingszentren im Harz und in Oberhof oder gibt es überhaupt welche? Was ist das gute in so einer guten Trainingsgruppe zu sein und wie werden die Trainingspläne geplant und wer plant sie?

Der Hauptunterschied sind die Trainingspartner. Im Harz musste ich zuletzt viel alleine trainieren. Das geht zwar eine gewisse Zeit, dauerhaft braucht man aber Partner die einen mitziehen. Außerdem gibt es in Oberhof Laufbänder für Skiroller und ab Juli einen Skitunnel. Nicht zuletzt habe ich mit Mark Kirchner auch einen Stützpunktrainer dem ich voll und ganz vertrauen kann. Mark Kirchner plant grundsätzlich unser Training. In den Sommermonaten. Solange Daniel und ich in Bad Endorf sind plant er zusammen mit Roland Biermaier, dem Trainer bei der Bundespolizei.

Wie kamen Sie zum Biathlon und hatten sie auch damals schon Kontakt zu ihren Trainingspartner Daniel Böhm?

Ich bin durch meine zwei Jahre ältere Schwester zum Biathlon gekommen. Sie hat damals mit elf Jahren Biathlon gemacht. Nachdem ich ein paar Mal mitgegangen bin, hat es mir so gut gefallen, dass ich dabei geblieben bin. Daniel ist mit zwölf Jahren vom Langlauf zum Biathlon gewechselt. Seitdem kennen wir uns und trainieren zusammen.

Warum kommen nun einige gute Biathleten aus dem Harz?

Das sind die Früchte langjähriger, konsequenter Arbeit. In erster Linie von unserem langjährigen Trainer Frank Spengler, der in den 90er Jahren Biathlon im harz aufgebaut hat. Wir haben auch immer noch engen Kontakt zu ihm und trainieren, wenn wir in Clausthal sind, auch noch gelegentlich bei ihm.

LiVE-Wintersport.com bedankt sich bei Arnd Peiffer für das Interview und wünscht ihm viel Erfolg für die nächste Saison, damit er sich im Weltcupteam etablieren kann.

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Arnd Peiffer (Bild: Ralf Hofmann)
Arnd Peiffer (Bild: Ralf Hofmann)


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