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Saisonrückblick: Ski alpin
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18.04.2009

Saisonrückblick: Ski alpin

Info: Weitere Saisonrückblicke (folgen in naher Zukunft)
Autor: Julia Heising


Mit einem italienischen Sieg im Teamwettbewerb im schwedischen Åre ging vor knapp vier Wochen die alpine Weltcupsaison 2008/09 zu ende. LiVE-Wintersport blickt noch einmal auf die Highlights des Winters zurück.

Finaler Showdown bei den Herren geht an Svindal
Der Weltcup der Herren endete mit der bisher knappsten Entscheidung der Weltcupgeschichte. Nach dem letzten Rennen lag Aksel Lund Svindal lediglich zwei Punkte vor dem zweitplatzierten Österreicher Benjamin Raich. Nach seinem schweren Sturz im Jahr zuvor, nach dem er fast die gesamte Saison verpasste, gelang dem Norweger damit ein perfektes Comeback. Zusätzlich gewann er die kleine Kristallkugel im Super G, wurde Weltmeister in der Super-Kombination und holte die Bronzemedaille im Super G. Raich hingegen musste sich in dieser Hinsicht mit "nur" einer Silbermedaille im Riesenslalom zufrieden geben. Didier Cuche wiederholte seine Gesamtplatzierung der Jahre 2007 und 2008 und beendete die Saison auf Platz drei der Weltcupwertung. Im Gegensatz zu den Jahren zuvor überzeugte der Schweizer vor allem im Riesenslalom, wo er erstmals die Disziplinwertung gewinnen konnte, während es in Abfahrt und Super G nicht ganz so gut lief. Bei der WM in Val d'Isère wurde er zudem im Super G erstmals Weltmeister und gewann Silber in der Abfahrt.

Erfolgreich verlief der Winter auch für Jean-Baptiste Grange, der bei der WM zwar die ersehnte Medaille verpasste, sich am Ende aber mit dem Gewinn der Slalomwertung trösten konnte. Auch sein französischer Landsmann Julien Lizeroux zählt mit zwei Silbermedaillen aus Val d’Isère und mehreren Podiumsplätzen im Weltcup zu den Gewinnern des Winters. Einer der Newcomer der Saison war der Schweizer Carlo Janka, der vor Saisonbeginn lediglich einen 9. Platz als bestes Ergebnis zu Buche stehen hatte. Am Saisonende war der 22-jährige dann Weltmeister im Riesenslalom, hatte zwei Weltcuprennen sowie die Kombinationsweltcupwertung gewonnen. Für den einzigen österreichischen Sieg in einer Disziplinwertung sorgte Michael Walchhofer, der sich nach 2005 und 2006 zum dritten Mal in seiner Karriere die Abfahrtskugel sicherte. Eine völlig verkorkste Saison hatte hingegen Bode Miller. Der US-Amerikaner belegte im Gesamtweltcup nur Platz 15, nachdem er seit Dezember aufgrund kleinerer Verletzungen nie ganz fit gestartet war und nach der WM die Saison schließlich vorzeitig beendete.


Vonn bei den Damen nicht zu schlagen
Bei den Damen verkam der Weltcup hingegen fast zu einer One-Woman-Show. Lindsey Vonn sicherte sich mit über 350 Punkten Vorsprung auf Maria Riesch wie im Vorjahr den Gesamtweltcup und gewann zusätzlich die Disziplinwertungen in Abfahrt und Super G. Auch bei der WM räumte die US-Amerikanerin groß ab und holte sich sowohl in der Abfahrt als auch im Super G die Goldmedaille. Die 24-jährige feierte insgesamt 9 Weltcupsiege und stand 7 weitere Male auf dem Podium. Mit Ausnahme des Riesenslaloms konnte Vonn dabei in allen Disziplinen zumindest einen Sieg feiern. Ihre bisher beste Saison absolvierte auch Maria Riesch. Die Deutsche war vor allem im Slalom eine Klasse für sich und war dort bei insgesamt fünf Siegen in keinem Saisonrennen schlechter als Position 6 klassiert. Auch in Kombination, Abfahrt und Super G fuhr sie im Verlauf der Saison aufs Podium und konnte zumindest zeitweise mit Vonn mithalten. Bei der WM lief es für Riesch zunächst nicht nach Wunsch, am Ende holte sie in ihrer Paradedisziplin aber schließlich doch noch die ersehnte Goldmedaille. Dritte in der Gesamtweltcupwertung wurde die Schwedin Anja Pärson, die zudem die kleine Kristallkugel in der Super-Kombination erringen konnte. Für sie lief die Saison trotz zweier Weltcupsiege insgesamt eher durchwachsen, entsprechend groß war mit über 700 Punkten ihr Punkterückstand auf Vonn. Um die Riesenslalomkugel gab es bis zum letzten Rennen einen Kampf zwischen Tanja Poutiainen und Kathrin Zettel, die im Gesamtweltcup als beste Österreicherin Vierte wurde. Die Finnin konnte sich am Ende aufgrund ihrer Konstanz gegenüber der jungen Österreicherin durchsetzen, obwohl diese gleich vier Rennen für sich entschieden hatte und die Finnin nur eins.


Montag: Saisonrückblick Skispringen



Deutschland: Starke Slalomdamen und ein weiterer WM-Titel
Das deutsche Team bot zumindest im Damenbereich auch abseits von Maria Riesch eine größtenteils gute Leistung. Für das Highlight sorgte Kathrin Hölzl, die bei der WM in Val d’Isére überraschend die Goldmedaille im Riesenslalom holte. Ihren ersten Weltcupsieg konnte Gina Stechert feiern. Die 21-jährige zog sich allerdings kurz darauf einen Kreuzbandriss zu. Eine gute Saison fuhr Viktoria Rebensburg. Sie erreichte im Weltcup sowohl im Riesenslalom als auch im Super G unter die Top 10 und verließ die Junioren-Weltmeisterschaften in Garmisch-Partenkirchen als Titelträgerin in eben diesen Disziplinen. Mit mannschaftlicher Geschlossenheit überzeugten die DSV-Fahrerinnen vor allem im Slalom: Fanny Chmelar erreichte zu Saisonende in Åre ihren ersten Podestplatz und auch Susanne Riesch konnte in mehreren Rennen unter die Top 10 fahren. Zusätzlich zeigten auch einige junge Fahrerinnen wie Marianne Mair, Christina Geiger und Nina Perner mit guten Resultaten, dass man in Zukunft auf sie hoffen darf.

Bei den Herren war es wie in den letzten Jahren auch 2008/09 Felix Neureuther, der die Kohlen aus dem Feuer holen musste. Allerdings hatte dieser während der gesamten Saison mit vielen Ausfällen zu kämpfen. Mit zwei dritten Plätzen im Weltcup und einem vierten Platz im WM-Slalom gab es für den 24-jährigen aber zumindest ein paar Lichtblicke. Zusätzlich fuhren in dieser Saison Stefan Kogler und Dominik Stehle im Slalom sowie Peter Strodl in Abfahrt und Super G erstmals in die Weltcuppunkte. Stephan Keppler und Tobias Stechert sicherten sich zudem über gute Leistungen im Europacup Startplätze für die kommende Saison.

Österreich: Verletzungssorgen und eine Weltcupkugel
Für die ÖSV-Athleten lief es in dieser Saison nicht so rund wie in den vergangenen Jahren, was nicht nur, aber auch daran lag, dass sich einige der Topfahrer vor oder während der Saison verletzten. Noch vor Saisonstart verletzte sich Marlies Schild so schwer, dass sie den kompletten Winter pausieren musste. Im Januar erlitt mit Nicole Hosp auch die zweite Anwärterin auf einen der ersten Plätze im Weltcup eine Knieverletzung, die sie zu einer mehrwöchigen Pause zwang. Maria Holaus konnte ebenfalls aufgrund einer Knieverletzung nur wenige Rennen bestreiten. Zum Ende der Saison erwischte es dann auch noch Michaela Kirchgasser. Zusätzlich erwischte Renate Götschl eine rabenschwarze Saison. So ruhten die Hoffnungen vor allem auf Kathrin Zettel, die diese mit guten Leistungen auch bestätigte, und Elisabeth Görgl. Eine Leistungssteigerung gelang Anna Fenninger, die ihren ersten Podestplatz, und Andrea Fischbacher, die ihren ersten Weltcupsieg erringen konnte. Auch Stefanie Köhle und Regina Mader zeigten sich gegenüber dem Vorjahr verbessert.

Bei den Herren enthielt die Verletztenliste mit Mario Scheiber, Rainer Schönfelder, Hans Grugger und Andreas Buder ebenfalls einige Fahrer, die durchaus für gute Resultate hätten sorgen können. Für Podiumsplätze in allen Disziplinen reichte es dennoch, wenngleich es mit Ausnahme von Benjamin Raich keinen Athleten gab, der ernsthaft um den Gesamtweltcup kämpfen konnte. Bei entsprechender Entwicklung könnten Marcel Hirscher und Romed Baumann in Zukunft aber ein Wörtchen um diesen mitreden. Beide zeigten in dieser Saison im mehreren Disziplinen gute Leistungen und landeten im Weltcup unter den besten 20. In der Abfahrt konnten vor allem Michael Walchhofer und Klaus Kröll überzeugen und belegten in der Disziplinwertung die Plätze 1 und 2. Kröll erreichte in seinem neunten Weltcupjahr mehr Podestplätze als in den acht Jahren zuvor zusammen. Im Super G gelang Hermann Maier sein erster Weltcupsieg nach fast 3 Jahren, im Kampf um die kleine Kristallkugel musste er sich im letzten Rennen jedoch noch Aksel Lund Svindal geschlagen geben. Die mit Abstand beste ÖSV-Disziplin war allerdings der Slalom. Dort hatte die Alpenrepublik mit Reinfried Herbst, Raich, Hirscher, Mario Matt und Manfred Pranger, der in Val d’Isère den WM-Titel holte, gleich 5 Podestkandidaten in ihren Reihen, wenngleich es auch hier nicht zum Gewinn der Disziplinwertung reichte.

Schweiz: Von Durchstartern und Horrorstürzen
Bei den Schweizern war neben Carlo Janka Lara Gut die Aufsteigerin der Saison. Sie holte bei ihrer ersten WM gleich zwei Silbermedaillen und gewann zudem den Super G von St. Moritz, womit sie zur jüngsten Weltcupsiegerin in dieser Disziplin wurde. Im Gesamtweltcup war sie allerdings nur zweitbeste Schweizerin hinter Fabienne Suter. Die 24-jährige stand im Verlauf des Winters 7 Mal auf dem Podest, belegte im Gesamtweltcup den 7. Platz und verpasste die kleine Kristallkugel im Super G nur knapp. Andrea Dettling und Nadja Kamer konnten in ihrer ersten kompletten Weltcupsaison ebenfalls mit mehreren Top-10-Ergebnissen in Abfahrt, Super G und der Super-Kombination überzeugen, Dominique Gisin feierte in den Abfahrten von Zauchensee und Cortina ihre ersten beiden Weltcupsiege. Weniger gut verlief der Winter hingegen für die Speedspezialistinnen Nadia Styger und Martina Schild, die gegenüber ihren jungen Teamkolleginnen meist das Nachsehen hatten. Die Slalomfahrerinnen um Sandra Gini und Aline Bonjour konnten ebenfalls nicht ganz mit den Ergebnissen der Speedfahrerinnen mithalten, fuhren aber zumindest einige gute Resultate ein. Insgesamt war es für die Schweizerinnen die erfolgreichste Saison seit langem.

Im Herrenbereich wussten neben Didier Cuche und Janka vor allem Didier Defago und Silvan Zurbriggen zu überzeugen. Defago gewann binnen einer Woche die Abfahrtsklassiker von Wengen und Kitzbühel und beendete die Saison sowohl in der Abfahrts- als auch in der Super-G-Wertung auf dem 3. Platz. Silvan Zurbriggen konnte in den Kombinationen des Winters gute Resultate einfahren und landete in Kitzbühel und Wengen auf dem Podest. In der Weltcupwertung musste er sich Landsmann Janka nur knapp geschlagen geben, bei der WM verpasste er in dieser Disziplin als Vierter eine Medaille denkbar knapp. Einige Ergebnisse unter den besten Zehn erreichten auch Ambrosi Hoffmann in den Speeddisziplinen sowie Sandro Viletta in Riesenslalom und Kombination. Negativer Höhepunkt aus Schweizer Sicht war der schwere Sturz von Daniel Albrecht beim Abfahrtstraining von Kitzbühel. Der Kombinationsweltmeister von 2007 lag danach wochenlang im künstichen Koma, ist inzwischen aber wieder auf dem Weg der Besserung.

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