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Bericht eines Bahntrainers EC Bob Igls und Königsee
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08.12.2009

Bericht eines Bahntrainers EC Bob Igls und Königsee

Info: Bobsport Europacup Igls (AUT) | Bobsport Europacup Königssee (GER)
Autor: SBSV


Am 15.11.09 um 18.00 Uhr sind wir in Lanz, unterhalb Igls eingerückt, 2 Frauenteams und 4 Männerteams, sowie 1 Physio und 2 Bahntrainer und natürlich der Delegationsleiter Mario Padrun. Wie immer war alles bestens organisiert. Garagen, Parkplätze, Zimmer usw, alles hat bestens geklappt. Die Woche sollte ziemlich anstrengend werden für die Betreuer aber auch für alle Athleten. Denn es waren Doppelrennen angesagt. Am Anfang merkte ich, dass unsere Piloten etwas Mühe hatten mit der, eigentlich nicht geraden schweren, Bahn. Aber sie kriegten die Bahn, je näher die Rennen kamen, immer besser in den Griff. Drei Tage lang verbrachten Petr und ich den ganzen Tag an der Bahn. Essen konnten wir höchstens 10 Minuten auf einer Bank im Zielgelände. Wir verpflegten uns in diesen Tagen nur aus einem Plastiksack, aber es hat trotzdem viel Spass gemacht. Wir waren durchgehend mehr als 9 Stunden an der Bahn. Die Rennen waren wie immer spannend. Da Beat Hefti auch dabei war, konnten wir natürlich im Zweier & Vierer eine Goldmedaille  buchen, was uns natürlich alle sehr freute. Bei den anderen Teams war alles dabei, von sehr gut, über gut, bis enttäuschend. Ein Team kam einfach nicht so richtig auf Touren. Ich hoffe, bei den nächsten Rennen sind sie wieder vorne dabei. Diese Woche konnte ich miterleben, was Kameradschaft wirklich heisst. Jeder half jedem, Probleme wurden gemeinsam gelöst. War es auf der Bahn oder daneben, es herrschte  eine wirklich schöne Harmonie zwischen Männlein und Weiblein. Wie eine grosse Familie, die zusammen durch dick und dünn ging.
 
Königsee: Gegen Igls ist diese Bahn natürlich sehr viel schwerer. Für unsere jungen Teams, gerade eine Herausforderung. Es wurde wieder eine schwierige Woche, mit der Schlangengrube, Kreisel, Kehlstein und der Echowand.
Am ersten Tag überschattete ein schwerer Unfall unser erstes Training. Es waren auf einmal zwei Schlitten in der Bahn, der erste Schlitten stürzte beim Kreisel, nach der Echowand.  Mit Tempo 120 km/h kam es dann zu einem Zusammenstoss. Alle vier Athleten mussten mit schweren Verletzungen ins Spital überführt werden. Es war für uns alle ein Riesenschock. Nun sollten unsere Piloten auch noch diese Bahn runterfahren??? Für mich war sogleich klar, dass wir unsere Teams an diesem Tag keine Rennen mehr starten liessen. Mario versammelte die Teamcaptains aller Nationen und diese teilten unsere Meinung. Auch die Jury konnten wir überzeugen und so wurde der erste Trainingstag abgesagt. Die Stimmung am Abend war natürlich getrübt,  wussten wir alle nicht, ob die eine Bremserin überleben wird. Am nächsten Morgen kam die glückliche Nachricht, das sie ausser Lebensgefahr sei. Uns fiel wirklich ein grosser Stein vom Herzen. Ich merkte, dass unsere Teams immer noch nachdenklich waren. Wir versuchten sie mit mehr Trainings, Kraft, Athletik usw. etwas abzulenken. Im ersten Bahntraining waren alle so mit der Bahn beschäftigt, dass der Unfall etwas in den Hintergrund rückte. Ich war nach dem ersten Training froh, dass wir alle gesund und ohne Sturz die Bahn runter brachten. Die nächsten Fahrten wurden allmählich  besser  und wir waren wieder in unserem normalen Alltagstrott. Der Unfall wurde immer mehr von unseren Piloten in den Hintergrund gestellt. Ich bin froh, dass in dieser Delegation eine gute Disziplin herrscht. Nur so und mit unserem familiären Zusammenhalt konnten wir diesen Unfall verdrängen.
Leider waren unsere Leistungen am Renntag wieder nicht zufriedenstellend. Mir machten die jungen Teams Freude, haben sie doch seit dem letzten Jahr wirklich grosse Fortschritte gemacht. Die anderen Teams bereiteten mir aber auch ein bisschen Sorgen. Ich hoffe, sie werden in den nächsten Wochen wieder alles in den Griff bekommen.
Das erste 4er Training wurde abgesagt. Da die ersten 3 Bobs schon übers Ziel auf die Strasse schossen. Da die FIBT keinen weiteren Unfall mehr wollte, sagten sie alle Trainings und das Rennen ab. Ich akzeptierte diesen Entscheid und war innerlich ziemlich erleichtert. Nun können wir Königsee sogar zwei Tage früher verlassen. Zum Glück, nun wird diese Bahn umgebaut und wird uns hoffentlich nächstes Jahr mehr Glück bringen.
 
René Zwicky Bahntrainer Junioren

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