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Hans Hiltebrand, ein halbes Leben für den Bobsport
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04.04.2011

Hans Hiltebrand, ein halbes Leben für den Bobsport

Autor: Kurt Brun


Der Traum jedes Schweizer Bobpiloten, den Weltmeistertitel auf dem Olympia Bobrun von St. Moritz herauszufahren, konnte Hans Hiltebrand, mit seinem Hintermann Heinz Meier, 1977 im Zweierbob verwirklichen. Dieser Titel war insbesondere ein spezieller Erfolg weil es seit 1955, nach dem Sieg von Fritz Feierabend/Harry Warburton, 22 Jahre dauerte bis wieder ein Schweizer Bob den WM-Titel gewann.

Zehn Jahre später, 1987, konnte Hiltebrand seiner WM-Medaillensammlung auch Gold im Viererbob, angestossen von Urs Fehlmann/Erwin Fassbind und André Kiser, hinzufügen. Daneben hingen bereist WM-Silber im Zweierbob von 1982 und 1987 und WM-Silber mit dem grossen Schlitten von 1981. Als aktiver Pilot nahm er an drei Olympischen Winterspielen teil und verpasste 1980 in Lake Placid das Podest als Vierter in der Zweierbob Wertung nur knapp. Als Titeljäger verbuchte er vier Europameister und acht Schweizermeister Titel. Als Aktiver, Trainer und Berater nahm er insgesamt neunmal an olympischen Winterspielen teil. 1976 Innsbruck, 1980 Lake Placid, 1984 Sarajevo, 1988 Calgary, 1992 Albertville, 1994 Lillehammer, 1998 Nagano, 2002 Salt Lake City, 2010 Vancouver.

Hans Hiltebrand, der anerkannte Schlittenbauer

Ausserdem machte sich Hiltebrand international einen hervorragenden Namen als Schlitten-Konstrukteur. Auch in der heutigen Zeit sind immer noch zahlreiche Spitzenfahrer erfolgreich mit Hilti-Bobs in den Eiskanälen unterwegs. Trotz seinem anerkannten Know-how als Schlittenbauer wurde Hiltebrand nicht in das Materialentwicklungsprojekt "CITIUS" berufen, welches der Schweizerischen Bobsleigh-, Schlitten- und Skeleton-Sportverbandes (SBSV) zusammen mit der eidgenössischen technischen Hochschule (ETH) Zürich und namhaften Partnern aus der Industrie ins Leben riefen. Ziel war es im Hinblick auf die Olympiade Vancouver 2010, wie aus der Presse zu entnehmen war „der schnellste Bob der Welt“ zu bauen. Dass das Schweizer Olympia Projekt Vancouver nicht nur im, sondern auch neben dem Eiskanal, in einem historischen Debakel endete ist hinlänglich bekannt und bedeutet ein herber Tiefschlag für den Schweizer Bobsport.

Auch als Trainer erfolgreich

Der einzige Schweizer der an der Olympiade in Kanada feiern konnte war Hans Hiltebrand. Von 1989 bis zu den olympischen Winterspielen 1998 war er für die kanadischen Bobsportler verantwortlich und führte Pierre Lueders in Nagano zum Olympiasieg. Auch 2010 in Vancouver stand Hiltebrand wieder als Berater der Kanadier neben der Bahn und konnte mit ihnen gleich einen kompletten Medaillensatz mitfeiern.

Nach seiner Zeit in Kanada wurde er in die Schweiz zurückgeholt und bekleidete im SBSV bis 2004 das Amt des Sportchefs für den Bereich Bob. In dieser Funktion führte er die Schweizer Athleten, mit seiner immensen Erfahrung im Eiskanal, zu sechs WM- und zwei Olympia-Medaillen. Dazu kommen noch zwei Doppel-Weltmeistertitel bei den Junioren durch Martin Annen (2000) und Reto Rüegg (2001) sowie der Gewinn des Frauen-WM-Titels durch Françoise Burdet 2001.

Ein Urgestein des Bobsport legt sein letztes Amt nieder

Mit 25 Jahren trat Hans Hiltebrand 1970 dem Zürcher Bobclub bei. 2004 scheute er sich nicht, als der Club an einem Tiefpunkt angelangt war, dessen Präsidentschaft zu übernehmen und ihn wieder zurück auf die Erfolgsstrasse zu führen. Während der sechs Jahre unter seiner Führung durfte er nicht nur in der Abteilung Mitglieder einen starken Zuwachs verbuchen. Vor allem im sportlichen Bereich wurden für den Zürcher Bobclub wieder Medaillen und Titel eingefahren. Vor allem der Skeleton Weltmeisterschaft Titel 2005 und der Olympiasieg 2006 durch Maya Pedersen sind Highlits in der Präsidialzeit von Hiltebrand. Auch in der vergangenen Saison verbuchte der Club zwei Schweizermeister Titel. Rico Peter, der von Alex Baumann angestossen wurde, erkämpfte sich auf einem Hilti Bob, 23 Jahre nach dem letzten SM-Titel, der damals selbst von Hans Hiltebrand geholt wurde, den Zweierbob-Schweizermeistertitel für den Zürcher Bobclub. Den zweiten Titel gewann die inzwischen vom internationalen Spitzensport zurückgetretene Skeleton Olympiasiegerin und zweifache Weltmeisterin Maya Pedersen, die damit ihre achte Schweizermeisterschaft gewinnen konnte. In den Disziplinen Bob Frauen sorgte das Team Tamaris Allemann und im Skeleton Michael Höfer als Drittplazierte für zwei weitere Landesmeistermedaillen und rundeten die hervorragenden Resultate 2011 ab.

Nicht nur für den Club, sondern auch für ihren Präsidenten, Hans Hiltebrand, ein höchst erfreuliches Resultat, das seine und die Arbeit der weiteren Clubverantwortlichen hervorhebt und belohnt.

Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine starke Frau

Dies trifft auch auf Hans Hiltebrand zu. Stets war seine Frau Ursula an seiner Seite und hat mit ganzer Kraft und ihrem organisatorischem Talent ihnen Mann bei seinen Aufgaben unterstützt. Am 18.Januar feierte Hiltebrand seinen 66. Geburtstag. Wie singt Udo Jürgens in seinem Hit:

Mit 66 Jahren , da fängt das Leben an
Mit 66 Jahren , da hat man Spass daran
Mit 66 Jahren , da kommt man erst in Schuss
Mit 66 Jahren , ist noch lang noch nicht Schluss

Doch für Hans Hiltebrand ist mit 66 Jahren Schluss. Nach über 40 Jahren Einsatz im und neben dem Eiskanal und sechs Jahren Präsidentschaft des Zürcher Bobclub gibt er nun auch diese Verantwortung weiter und wird fortan nur noch als „Zuschauer und Privatperson“ an den Eiskanälen anzutreffen sein. Es bleibt ihm und seiner Ursula zu Danken für alles was sie für den Bobsport geleistet haben und zu wünschen, dass sie künftig ohne Stress, Zeitdruck und Verpflichtung weiterhin das faszinierende geschehen im Eiskanal geniessen dürfen.

In Anlehnung an den Text von Udo Jürgens: so fängt das Leben an, so hat man Spass daran….


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Ursula und Hans Hiltebrand (Foto Swiss Olympic)
Ursula und Hans Hiltebrand (Foto Swiss Olympic)


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