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Saisonrückblick: Biathlon
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25.04.2009

Saisonrückblick: Biathlon

Info: Weitere Saisonrückblicke
Autor: Johann Reinhardt


Die Biathleten und Biathletinnen haben eine lange Saison hinter sich, indem sie uns viel Freude bereiteten. So überraschten vor allem im Deutschen Lager Arnd Peiffer, Christoph Stephan und Tina Bachmann. Aber auch die Österreicher zeigten, dass Christoph Sumann, Dominik Landertinger und viele mehr zu den Weltbesten Skijägern überhaupt gehören. Unvergessen bleibt der Kampf zwischen Kati Wilhelm und Helena Jonsson um den Gesamtweltcupsieg, welchen die Schwedin am Ende dank einer Mehrzahl von Siegen für sich entscheiden konnte. Überschattet wurde die Saison leider durch einige Dopingfälle russischer Athleten. LiVE-Wintersport blickt auf die Höhen und Tiefen der 17 Wochen und 33 Wettkämpfe zurück.

Östersund bis Neujahr – Hauswald überrascht und Svendsen dominiert

Im Schwedischen Östersund fand am 03.12.2009 das erste Rennen der Saison 2008/2009 statt. Im Einzelrennen der Herren ließ der Nesselwanger Michael Greis der Konkurrenz keine Chance. Nach einem Sommertraining, indem er sich teilweise von dem Rest der Mannschaft abspaltete, siegte er mit über 50 Sekunden Vorsprung. Nur einen Tag später siegte die Lokalmatadorin Helena Jonsson vor Kati Wilhelm. Es ist kaum zu glauben, dass gerade jene vorne waren, die am Ende den Sieg im Gesamtweltcup unter sich ausmachten. Es überraschte Chunli Wang aus China, welche beim zweiten Saisonrennen ihren bisher Ersten und einzigen Weltcupsieg errang. Bis Weihnachten zog der Tross weiter nach Hochfilzen. In Österreich waren die Athleten gleich an zwei Wochenenden zu Gast. Martina Beck aus Mittenwald war bereits zum zweiten Mal an der Spitze des Feldes im letzten Winter. Zuvor siegte bereits Simone Hauswald aus Gosheim zum ersten Mal in ihrer Karriere bei den Festspielen in der Alpenregion. Die sympathische Hauswald sollte ihren Fans noch viel Freude in der Folgezeit bereiten. Das letzte Herrenrennen vor der „Winterpause“ und den Feiertagen gewann die Österreichische Staffel. Später sollte sich heraus stellen, dass dies keine Eintagsfliege war. Der Dominator der ersten Saisonhälfte, Emil Hegle Svendsen, gewann bis dato bereits bei drei Rennen und führte so im Gesamtweltcup zehn Punkte vor dem Polen Tomasz Sikora. Nach Weihnachten fand das Showevent in der Arena auf Schalke statt. Dort gewann das Duo aus der Ukraine, Oksana Khvostenko und Andriy Deryzemlya. Schon im Weltcup landeten die Ukrainer im ersten Saisondrittel zahlreich unter den Top ten.

Oberhof, Ruhpolding und Antholz – Jugend im Vormarsch

Das neue Jahr 2009 wurde eingeläutet, doch lange blieb den Sportlern nicht zum feiern. Am 07.11. reiste man bereits weiter nach Oberhof in Thüringen und kam den Welttitelkämpfen in Pyeongchang Schritt für Schritt näher. Auch in Oberhof hatte das Team aus Österreich in der Staffelentscheidung die Nase vorne. Aufmerksam machte jedoch ein anderer auf sich. Arnd Peiffer aus dem Harz feierte seinen ersten Weltcupeinsatz in der Staffel, blieb fehlerfrei und lieferte eine tolle Laufleistung ab. Auch im darauf folgenden Sprintrennen beeindruckte er mit Rang acht die Menschenmassen am Grenzadler. Sein Teamkollege Daniel Böhm wird sich auch noch lange an diesen Sprint zurück erinnern können, denn erstmals war er im Weltcupteam aktiv und ergatterte mit Platz 30 noch ein paar Weltcuppünktchen. Im Massenstartrennen hatte auch erstmals Christoph Sumann aus Judenburg die Nase vorne und bestätigte den Aufwärtstrennt der Österreicher. Derweil hatte auch ein Schweizer gute Laune dieser Tage. Benjamin Weger durfte erstmals in der höchsten Wettbewerbsklasse starten und wurde mit der Staffel auf Anhieb Siebter. Im Bayerischen Ruhpolding fand eine Demonstration des Könnens von Magdalena Neuner und Ole Einar Björndalen statt. Neuner hatte in der Vorbereitung gesundheitliche Probleme und kam erst langsam wieder in ihre gute Laufform. Björndalen hatte lange wegen eines Magenvirus zu Kämpfen. Nach einer, für ihre Verhältnisse, schwächeren ersten Saisonhälfte gewannen die Gesamtweltcupsieger des Vorjahres nun mit dem Staffelrennen inbegriffen alle drei Wettbewerbe. Im Italienischen Antholz fand für die Sportler der letzte Härtetest vor den Weltmeisterschaften in Südkorea statt. Dort wussten vor allem die Österreicher zu überzeugen. Im Verfolger gab es Rang zwei für den Schnellschützen Simon Eder sowie im Massenstart den selben Platz für Dominik Landertinger. Er musste sich um lediglich 0.2 Sekunden Christoph Stephan geschlagen geben. Der Thüringer, welcher in der Trainingsgruppe in Oberhof trainiert, beeindruckte bereits vorher schon oft durch seine umwerfenden Energieleistungen und stürzt so bei der Zieleinfahrt über die Ziellinie. Dort blieb er wortlos mehrere Minuten liegen und regenerierte sich. Der Erfolg in diesem Massenstartrennen war Stephans erster Weltcupsieg überhaupt. Christoph Sumann beeindruckte, wie auch Kati Wilhelm, durch seine Konstanz. In allen drei in Antholz ausgetragenen Rennen kamen beide unter die Top ten. So durften die deutschsprachigen Sportler und Sportlerinnen mit hohen Erwartungen zu den Weltmeisterschaften nach Pyeongchang (Südkorea) fahren.


Montag: Saisonrückblick Bob



Weltmeisterschaften enttäuschen – Björndalen dominiert

Von WM-Feeling war wohl in Pyeongchang keine Spur. Es regnete wie aus Kübeln und nur mit viel Mühe und Aufwand brachten die Organisatoren diese Welttitelkämpfe über die Bühne. Kati Wilhelm wurde die beste Deutsche Athletin. Mit zwei Gold sowie Silbermedaillen trat sie die Heimreise an. Ole Einar Björndalen gewann für Norwegen gleich vier Goldmedaillen. Im Sprint, der Verfolgung, dem Einzel und der Staffel hatte er die Nase vorne. Niemand hätte damit gerechnet, dass im Sprintrennen Lars Berger Silber holen würde bei dem Vierfachsieg der Norweger. Eine besonders herausragende Leistung erbrachte Simone Hauswald. Sie gewann im Sprint bei einem Deutschen Doppelsieg die Silbermedaille in ihrer „zweiten Heimat“, wo ihre Mutter zuhause ist. Ihr Lächeln nach zwei fehlerfreien Einlagen bereitete uns viel Spaß. Ein weiteres Highlight aus Deutscher Sicht war natürlich die Silbermedaille von Christoph Stephan im Einzelrennen. Bronze gewann dort Jakov Fak aus Kroatien. Dies spricht dafür, dass nun auch kleinere Nationen in großen Schritten nach vorne an die Weltspitze kommen. Das Massenstartrennen wird für die Österreicher unvergesslich bleiben. Auf die Schlussrunde gingen Dominik Landertinger und Christoph Sumann zusammen mit Ivan Tcherezov und Björndalen, welcher als unschlagbar erschien. Doch was wäre Biathlon ohne Überraschungen? Landertinger und Sumann landeten einen Doppelsieg, dabei ging „König Ole“ leer aus.

Saisonende und Testrennen für Olympia in Vancouver

Auf den Olympiastrecken für das nächste Jahr fand der nächste Weltcup nach einer kleineren Pause statt. Simon Hauswald bestätigte ihre gute Form in dieser Saison und wurde Erste im Einzel. Bei den Herren gab es in dieser Disziplin eine faustdicke Überraschung. Der Franzose Vincent Jay holte seinen ersten Weltcupsieg. Nur 19.0 Sekunden dahinter fuhr der Clausthal-Zellerfelder, Daniel Böhm, das beste Ergebnis seiner Karriere ein. Und wer wurde Dritter? Björndalen, Svendsen oder Greis? Nein! Der US-Amerikaner Jeremy Teela überraschte die Biathlon-Kenner. Im Sprintrennen der Herren hatte Lars Berger durch einen Sieg das beste Ende für sich. Im Gegensatz zu seinem Landsmann Frode Andresen wir er auch im nächsten Jahr einen Kader angehören. In Trondheim stand zweimal der Österreicher Simon Eder auf dem Podest. Beim letzten Saisonrennen, dem Massenstart in Khanty-Mansiysk, reichte es sogar für den ersten Tagessieg in seiner bisherigen Karriere. Auch andere Athleten standen erstmals ganz oben auf dem Podest. In den Sprintrennen der Damen und Herren sicherten sich Tina Bachmann und Arnd Peiffer die Siege. Peiffer zeigte schon im Vorfeld ansprechende Leistungen. Bachmann, welche eine der besten Laufzeiten hinlegte, bekam das Vertrauen des Trainerteams für die letzten beiden Saisonstationen und nutzte dies aus.

Gesamtweltcupsieger stehen fest

Vor allem bei den Damen war das Rennen um das gelbe Trikot sehr spannend. So waren am Ende Kati Wilhelm und Helena Jonsson punktgleich. Josson gewann jedoch mehr Wettkämpfe als Wilhelm. So machte ein Punkt, Schießfehler und sogar nur Sekunden den Sieg für die Thüringerin aus. Trotzdem war es für sie eine gelungene Saison. Ole Einar Björndalen übernahm nach dem Sprint von Trondheim das gelbe Trikot vom Tomasz Sikora, welcher vorher an Emil Hegle Svendsen vorbeizog. Der Dominator der ersten Saisonhälfte war bei der WM nicht mehr in einer guten Verfassung wegen Krankheiten. Am Ende betrug Björndalens Vorsprung 210 Punkte. Dritter wurde trotz manches Ausfalls noch Svendsen vor Michael Greis. Rang sechs belegte Christoph Sumann.

Doping auch dieses Jahr ein Thema

Ekaterina Iourieva, Albina Akhatova und Dmitri Yaroshenko wurden des Dopings überführt. Die drei Russen wurden Mitte Februar ertappt, dass sie in Östersund beim Saisonauftakt unerlaubte Mittel einnahmen. Ihnen wurden alle bisherigen Platzierungen aberkannt. So kam auch Jonsson zu dem einem Sieg, welchen sie im Kampf um den Gesamtweltcup mehr als Wilhelm auf dem Konto hatte. Außerdem gab es zwei weitere positive A-Proben von den Russen Andrej Prokunin und Veronika Timofeyeva. Diese Proben sollen beim Russlandcup in Novosibirsk am 19. März entnommen wurden sein.

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