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Eistanzen: Oksana Domnina und Maxim Shabalin ohne Glanz zum zweiten EM-Titel
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23.01.2010

Eistanzen: Oksana Domnina und Maxim Shabalin ohne Glanz zum zweiten EM-Titel

Autor: Heike Oberfeuchtner (H.O.)
EVENT | Ergebnis

Tallinn, 23.01.10 - Die russischen Eistänzer Oksana Domnina und Maxim Shabalin haben ihrem Weltmeisterschaftstitel vom letzten Jahr heuer den Europameistertitel hinzugefügt, zum zweiten Mal nach 2008. Dabei profitierten sie letztlich von dem bereits im Pflichttanz herausgearbeiteten Vorsprung, denn sie zeigten nur die zweitbeste Kür hinter den Italienern Federica Faiella und Massimo Scali, die bereits im Originaltanz vor ihnen gelegen waren, in der Endabrechnung allerdings mit der Silbermedaille zufrieden sein mussten. Die Vorjahressieger Jana Khokhlova und Sergei Novitski, ebenfalls für Russland am Start, kamen diesmal über Rang drei nicht hinaus. Die Deutschen Christina und Willi Beier blieben mit einem 15. Platz hinter den Erwartungen zurück.

Domnina/Shabalin retten Vorsprung aus dem Pflichttanz über die Runden
Wenn es noch eines Beweises bedurfte, dass der Soundtrack zum Film „Requiem for a dream“ sich nach wie vor größter Beliebtheit bei den Eiskunstlauf-Choreografen erfreut, dann haben die Eistänzer in Tallinn ihn geliefert: Gleich drei Kür-Programme bedienten sich dieser Melodie, unter anderem die nach CD und OD in Führung liegenden Weltmeister Oksana Domnina und Maxim Shabalin. Den ganz großen Glanz verströmte die Darbietung der 25-jährigen Russin und ihres in wenigen Tagen 28 Jahre alten Partners jedoch nicht. Sie präsentierten sich relativ konventionell – untypisch für eine olympische Saison, in der zumindest die Paare mit Medaillenchancen bemüht sind, mit ihrer Kür einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Der Funke sprang auch auf die Jury nicht ganz über; sie wertete den Auftritt lediglich als zweitbesten des Abends und gab erstaunlich schlechte technische Noten. Nur die Programmkomponenten und vor allem der Vorsprung, den sie aus dem Tango Romantica schon mitgenommen hatten, retteten Domnina/Shabalin, die sich im letzten Jahr nach einer Verletzung im laufenden Wettkampf zurückziehen mussten, die zweite EM-Goldmedaille nach 2008.

Italienisches Paar erneut auf Rang zwei. Vorjahressieger ohne Chance
Wie schon im Originaltanz so wurden auch in der Kür Federica Faiella und Massimo Scali mit der besten Einzelwertung bedacht. Mit ihrer zarten, unprätentiösen Darbietung zu Filmmusik von Nino Rota („Der Pate“), die auf jegliches gekünsteltes Pathos verzichtete und in der die einzelnen Elemente sehr gut integriert waren, erzielten sie auch die höchste „A-Note“ des Abends. In der Endabrechnung standen jedoch nur 195.86 gegenüber 199.25 Punkten für die neuen Europameister, sodass Faiella/Scali ebenso wie im letzten Jahr mit dem Vizemeistertitel nach Hause gingen.
Die im Originaltanz auf Rang drei zurückgefallenen Titelverteidiger Jana Khokhlova und Sergei Novitski behaupteten diese Position mit einer für sie typischen Kür, in der vor allem die spektakulären Hebungen ins Auge fielen. Mit gut 10 Punkten weniger als ihre russischen Landsleute waren sie jedoch von einer Wiederholung ihres Vorjahreserfolgs weit entfernt. Bronze hatten sie auch 2008 gewonnen, sowohl bei der EM wie bei der WM.

Viele konventionelle und zwei moderne Programme
Rang vier bekleideten wie 2009 die Franzosen Nathalie Pechalat und Fabian Bourzat, die die stimmigste und spannungsgeladenste Interpretation des allgegenwärtigen „Requiem for a dream“ vorlegten, für Fehler in der Twizzle-Passage und bei einer Hebung jedoch zu Recht bestraft wurden. Das zweite italienische Paar Anna Capellini und Luca Lanotte lief ebenfalls zu dem erwähnten Soundtrack und belegte am Ende Rang sechs, was immerhin eine Verbesserung um drei Plätze gegenüber dem OD bedeutete. Die Israelis Alexandra und Roman Zaretsky hatten sich mit der Filmmusik zu „Schindlers Liste“ eine große Aufgabe gestellt, die sie entgegen ihrem gewohnten hektischen Laufstil mit der gebotenen ernsten Feierlichkeit bewältigten, die nur bisweilen etwas zu aufgesetzt wirkte. Sie wurden dafür mit Platz 7 belohnt, der besten Positionierung seit Beginn ihrer Karriere. Die dritte russische Paarung am Start, Ekaterina Bobrova und Dmitri Soloviev, debütierte mit einer gefühlvollen Version des „Adagio“ von Albinoni und lief so auf Anhieb in die Top 10.
Die beiden einzigen Paare, die ungewöhnliche, jedoch im Grunde längst überfällige moderne Wege gingen, waren das britische Geschwisterpaar Sinead und John Kerr sowie die Ungarn Nora Hoffmann und Maxim Zavozin. Erstere hatten sich die Metal-Band Linkin Park, Letztere topaktuelle R’n B-Klänge als Kür-Musik ausgesucht. Am Ende sprangen Rang 5 bzw. Rang 10 heraus.

Geschwister Beier bleiben hinter ihren Möglichkeiten zurück
Die deutschen Christina und William Beier zeigten sich mit einem symphonischen Potpourri von Beethoven ganz klassisch, verloren mit einer durchwachsenen Leistung jedoch in der Kür noch zwei Plätze gegenüber der ohnehin schon enttäuschenden Position aus Pflicht- und Originaltanz und egalisierten mit dem 15. Platz gerade einmal das Ergebnis von 2008. Eventuell rächte es sich jetzt, dass man anderthalb Jahre getrennter Wege gegangen war. Nur zwei Plätze dahinter fanden sich die Österreicher Kira Geil und Dmitri Matsjuk ein.

Stand der Damen-Konkurrenz nach dem Kurzprogramm
Nach dem Kurzprogramm der Damen führt die Italienerin Carolina Kostner, die sich nach einer Phase der Instabilität stark verbessert zeigte, jedoch auf die Dreifach-Dreifach-Kombination verzichtete, mit einem halben Punkt Vorsprung vor der Finnin Kiira Korpi, die den höchsten technischen Wert erhielt. Ihre Landsfrau, die Titelverteidigerin Laura Lepistö, liegt ebenfalls noch aussichtsreich auf Rang drei, nachdem sie zwar Dreifach-Dreifach versuchte, jedoch die Hand zu Hilfe nehmen musste und sich außerdem einen Fehler in der Schrittpassage erlaubte. Die Schweizerin Sarah Meier ist Achte; Namensvetterin Sarah Hecken aus Deutschland zeigte zwar eine perfekte Dreifach-Dreifach-Kombination und einen sehr guten Doppelaxel, riss jedoch den Salchow auf und findet sich somit auf Rang 16 wieder. Die zweite Deutsche Shira Willner auf 24 schaffte ebenso wie die Österreicherin Miriam Ziegler auf 25 die Qualifikation für die Kür heute Nachmittag nicht, da nur 20 Starterinnen zugelassen werden.

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