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Interview mit Andreas Katz: "Für die Weltmeisterschaft in Oslo 2011 empfehlen"
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10.12.2010

Interview mit Andreas Katz: "Für die Weltmeisterschaft in Oslo 2011 empfehlen"

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Autor: Johann Reinhardt


Für ein Interview stand LiVE-Wintersport.com der deutsche Langläufer Andreas Katz zu Verfügung. Er gilt als eines der großen Talente und größten Hoffnungen für die kommenden Jahre. Dabei zeigte er auch schon in der Vergangenheit, was für ein großes Potenzial er besitzt. So belegte Katz den elften Platz beim Prolog der Tour de Ski in der letzten Saison in Oberhof. Außerdem gewann er die Bronzemedaille bei den U23-Weltmeisterschaften im selben Winter. Im Interview sprach der 22-Jährige mit uns über seine gesundheitlichen Probleme in der Vorbereitung, die Ziele für die Tour de Ski und die neue Saison mit den Weltmeisterschaften in Oslo.

Im Herbst hatten Sie gesundheitliche Probleme mit dem Daumen. Wie entstand die Verletzung und inwiefern wurden Sie dadurch im Training behindert?
Das ist Richtig. Ich hatte mir beim Inliner - Hockey einen klassischen Skidaumen zugezogen, dies wiederum bedeutete für mich, dass ich für einen größeren Zeitraum (ca. 5. Wochen) ohne Stöcke trainieren musste. In dieser Zeit konzentrierte ich mich auf meine Beinarbeit. Entweder war ich auf dem Laufband, bei Rollereinheiten, zu Fuß zum Joggen oder eben auch die ein oder andere Trainingseinheit auf dem Radergometer unterwegs.

Wie enttäuscht sind Sie darüber, dass Sie trotz des frei gewordenen Weltcup-Startplatzes durch den Rücktritt von Rene Sommerfeldt und der Verletzung von Thomas Bing nicht für den Weltcup bzw. die Mini-Tour in Kuusamo nominiert wurden sind?
Enttäuscht bin ich eigentlich nicht. Es war klar, dass ich nur dann bei den ersten Weltcup Rennen dabei sein würde, wenn ich im Vorfeld auch in Munio beim Trainingslager dabei gewesen wäre. Somit ist die Entscheidung des DSV völlig akzeptabel und es gilt auch hier immer den Blick nach vorne zu richten.

Anders als die Weltcup-Starter absolvierten Sie die Vorbereitung im norwegischen Sjusjoen. Welche Bedingungen fanden Sie dort vor und inwiefern wurde ein Unterschied zu Muonio deutlich?
In Sjusjoen hatten wir zwar eine „nur“ 4 KM lange Kunstschneerunde, dafür war diese besten präpariert und auch sehr anspruchsvoll. Ich denke, ein großer Vorteil in Norwegen war, dass wir deutlich mehr Tageslicht hatten als die Kollegen in Munio. Diesen Aspekt habe ich sehr positiv und angenehm wahrgenommen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass sich in einer langen Trainingsphahse in Dunkelheit oft auch eine etwas düstere Stimmung einstellt. Dieser Umstand traf in Muinio sicherlich nicht zu.

Wie lief das Trainingslager ab? Welche Schwerpunkte haben Sie gesetzt?
Im Trainingslager versuchte ich Außerdauereinheiten zu absolvieren und damit Kilometer zu sammeln. Ein weiterer Schwerpunkt lag auch auf der Verbesserung meiner Technik und der Armkraft, die durch die Daumenverletzung doch sehr gelitten hatte. Auch in diesem Trainingslager nutzte ich die Trainingseinheiten zum Testen meiner neuen Salomonskier.

Sie absolvierten im Anschluss noch ein weiteres Trainingslager in der Schweiz. Wie lange dauert es an und was wird trainiert?
Das Trainingslager ging eine Woche vom 28.11 – 5.12.2010. In Goms konnte ich meine Trainingsziele die ganze Woche über sehr gut realisieren. Mit über 26 Stunden in der Woche, war es für mich noch mal eine richtig harte, aber sehr ergiebige Trainingsphase, vor allem weil ich auch mehrere intensive Einheiten im Armkraftbereich einbauten konnte. Wir haben beispielsweise mehrere Abschnitte in sogenannten EB (Entwicklungsbereich) in der Doppelstocktechnik, sowie im Doppelstock mit Zwischenschritt absolviert.

Gab es für die Athleten des B-Kaders schon immer Trainingslager in der Schweiz oder wie kam es zu Stande?
Seit vielen Jahren schon fährt die Trainingsgruppe um Cuno Schreyl im Sommer nach Goms. Somit war auch die Trainingsgruppe Ruhpolding, der ich angehöre, schon zwei Mal dort. Im Jahr 2009 machten wir sogar die Vorbereitung zur U23 WM in Goms.

Wie ging es für Sie nach dem Trainingslager weiter?
Der Schwerpunkt in den nächsten Wochen liegt ganz klar weiterhin im intensiven Training, um möglichst einen guten Start bei diesjährigen Tour de Ski zu absolvieren. Ich starte an diesem Wochenende gar nicht in Alta Badia beim Continentalcup und fahre erst nächste Woche zum COC nach St. Ullrich am Pillersee. Momentan befinde ich mich im Training in Ruhpolding, weil ich mich im Formaufbautraining befinde und derzeit das Training im Vordergrund steht.

Was sind Ihre Ziele für die Saison?
Aufgrund meiner Ergebnisse im Vorjahr ist meine Zielstellung für die kommende Saison außer einer weiteren Medaille bei der U23 WM, auch weitere gute Ergebnisse im Weltcup zu sammeln und mich nach einer nur knapp verpassten Olympiaqualifikation, für die Weltmeisterschaft in Oslo 2011 zu empfehlen.

In diesem Winter stehen lediglich an sechs Wettkampforten Wettkämpfe im Continentalcup an, in der letzten Saison gab es noch acht Austragungsorte, demzufolge hat sich auch die Anzahl der Wettkämpfe verringert. Sehen Sie daran einen Nachteil, sodass Sie sich schwerer für den Weltcup anbieten können?
Ich glaube nicht, dass die Anzahl der Rennen eine Auswirkung hat. Nicht die Quantität zählt sondern die Qualität.

Sind die ersten Rennen des Continentalcups in diesem Winter schon besonders wichtig, da Sie sich bei gutem Abschneiden erneut für die Tour de Ski qualifizieren könnten?
Nein, die ersten Rennen des Continentalcups sind für mich gute Trainingseinheiten und dienen dem Formaufbau.

Was sind ihre langfristigen Ziele in den nächsten Jahren?
Gesund zu bleiben, Spaß und weiterhin Erfolg beim Langlaufen zu haben.

Bis zum Jahr 2000 waren Sie noch in der Nordische Kombination aktiv. Warum erfolgte im Anschluss der Wechsel zum Langlauf?
Im Langlaufen war ich deutlich besser als beim Springen und was gibt es schöneres als im Winter durch die Wälder zu laufen?

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www.andi-katz.de
Andi Katz - der übers Wasser läuft (© www.andi-katz.de)


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