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Entscheidung um Haaresbreite: Savchenko/Szolkowy mit minimalem Vorsprung zum vierten WM-Titel
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31.03.2012

Entscheidung um Haaresbreite: Savchenko/Szolkowy mit minimalem Vorsprung zum vierten WM-Titel

Autor: Heike Oberfeuchtner (H.O.) - Gastautorin von LiVE-Radsport.com
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Nizza, 30.03.12 – Die Deutschen Aliona Savchenko und Robin Szolkowy sind zum vierten Mal Weltmeister im Paarlaufen geworden. Allerdings fiel das Rennen um einiges knapper aus, als nach dem Kurzprogramm zu erwarten gewesen war. Die eigentlich weit zurückliegenden Russen Tatiana Volosozhar und Maxim Trankov legten mit einer perfekten Kür die Aufholjagd des Jahres hin und verpassten Gold lediglich um Hundertstelpunkte. Als erstes japanisches Paar holten außerdem Narumi Takahashi und Mervin Tran eine WM-Medaille. Derweil hat der Kanadier Patrick Chan Kurs auf die Titelverteidigung aufgenommen. Im Kurzprogramm der Männer sicherte er sich Platz eins vor Michal Brezina und Daisuke Takahashi.

11 Hundertstel entscheiden über Gold und Silber
132.86 Punkte erhielten Aliona Savchenko und Robin Szolkowy für ihre kunstvoll choreografierte Kür zur Musik aus dem Tanzfilm „Pina Bausch“. Abgesehen von den asynchronen Pirouetten und einem Fehler beim Doppel-Axel hielt das deutsche Traumpaar sich schadlos und durfte sich somit im sicheren Besitz eines weiteren WM-Titels wähnen, ihres vierten nach 2008, 2009 und 2011. Man muss weit zurückgehen, um das Paar zu finden, das zuletzt eine ebenso große Goldmedaillensammlung aufzuweisen hatte: Es handelt sich um die Sowjet-Bürger Jekaterina Gordejewa und Sergei Grinkow, Weltmeister der Jahre 1986, 1987, 1989 und 1990. Nach der verletzungsbedingt verpassten Europameisterschaft hat die an sich so starke Saison, die der 28-jährigen Savchenko und dem 32-jährigen Szolkowy zwei Grand Prix-Erfolge sowie den GP-Finalsieg einbrachte, offenbar das verdiente und passende Ende gefunden. Dass der WM-Titel wider Erwarten auf Messers Schneide stand – dafür zeichnen die Russen Tatiana Volosozhar – eine gebürtige Ukrainerin wie Aliona – und Maxim Trankov verantwortlich. Zur Filmmusik aus „Black Swan“ zeigten die amtierenden Europameister eine atemberaubende, absolut fehlerfreie Kür, die ihnen eine neue persönliche Bestmarke, nämlich 140.90 Punkte, einbrachte und mit der sie Weltmeister geworden wären – wenn sie nicht nach Fehlern und Stürzen im Kurzprogramm mit einer haushohen Hypothek gestartet wären. In der Addition fehlten 11 Hunderstel - 201.38 zu 201.49 Punkten -, die aus ihrer ersten gemeinsamen WM-Medaille eine silberne machten.

Takahashi/Tran schreiben Geschichte für Japan
Volosozhars und Trankovs Aufholjagd war zusätzlich dadurch erleichtert worden, dass ihre unmittelbare Konkurrenz patzte – so etwa die nach dem Kurzprogramm auf Rang zwei gelegenen ehemaligen Weltmeister Qing Pang und Jian Tong aus China. Die Routiniers, die schon bei der ersten WM in Nizza vor zwölf (!) Jahren am Start gewesen waren, leisteten sich zu „Scheherazade“ mehrere kleine Fehler, welche einen Sturz aus den Medaillenrängen heraus auf Platz vier zufolge hatten. Auch die Vizeeuropameister Vera Bazarova und Yuri Larionov boten zu „Doktor Schiwago“ eine sehr durchwachsene Leistung an und fielen von vier auf sechs zurück. Ihre Landsleute Yuko Kavaguti und Alexander Smirnov, das dritte russische Paar, machte nach dem katastrophalen Kurzprogramm noch vier Plätze gut, aber über Rang sieben ging es nicht mehr hinaus, zumal Smirnov krasse Konditionsprobleme offenbarte - eventuell eine Spätfolge seiner Blinddarmoperation vor einigen Wochen, welche die beiden auch die Europameisterschaftsteilnahme kostete. Die chinesischen Nachwuchsstars Wenjing Sui und Cong Han zeigten mit dem vierfachen Wurf-Salchow ein sensationelles Ausnahmeelement, fielen aber dennoch von sechs auf neun zurück. Nur die Kanadier Duhamel/Radford veränderten ihre Position nicht, wurden Fünfte in der Endabrechnung. Von den schwächeren Darbietungen profitierten letztlich auch die Japaner Narumi Takahashi und Mervin Tran, die zudem – für eine erst 20-Jährige und einen 21-jährigen bemerkenswert – ihre Nerven im Zaum hatten und ihre historische Chance nutzten. Ihre weitgehend saubere Kür zu „Concerto de Quebec“ brachte ihnen die erste japanische WM-Medaille in der Geschichte des Paarlaufs ein. Das zweite und das dritte deutsche Paar Maylin Hausch/Daniel Wende und Mari Vartmann/Aaron van Cleave belegten am Ende Platz 13 und 14, womit beiden eine erfreuliche Verbesserung gegenüber dem Kurzprogramm gelang.

-> Zum Resultat Kür und Endstand Paare

Brian Joubert meldet sich zurück
Um die Mittagszeit hatten die Herren der Schöpfung ins WM-Geschehen eingegriffen. Und auch ohne den amtierenden Europameister Evgeni Plushenko – der sich im Hinblick auf eine immer noch denkbare Olympiateilnahme 2014 schonen will – wurde das Kurzprogramm der Männer eine spannende und qualitativ hochwertige Angelegenheit. Die Russen freilich dürften ihren Superstar schmerzlich vermisst haben, da Vizeeuropameister Artur Gachinski gänzlich enttäuschte und sich in der Nachbarschaft seines von vornherein chancenlosen Landsmannes Sergei Voronov auf Platz 16 (!) einordnete. Die Gastgeber hingegen konnten sich freuen, schafften es doch gleich zwei Franzosen unter die Top6, nämlich der ehemalige Europameister Florent Amodio und... - Brian Joubert. Der mittlerweile 27-Jährige, dessen einst ruhmvolle, nun aber zu Ende gehende Karriere bei der EM einen neuen Tiefpunkt erreicht hatte, lief zu alter Form auf und brachte alle Sprünge einschließlich der Kombination Vierfach-Toeloop/Dreifach-Toeloop sicher aufs Eis. Platz vier und damit Aussicht auf eine Medaille war der Lohn. Zwischen Joubert und Amodio reihte sich noch Javier Fernandez ein, der wieder einmal Geschichte schreiben kann für das im Eiskunstlauf-Kosmos zuvor unbekannte Spanien.

Michal Brezina beschenkt sich selbst zum Geburtstag
Kurs auf Gold und damit auf die Titelverteidigung hat Patrick Chan aufgenommen. Der 21-jährige Kanadier, der im Februar auch Meister der Vier Kontinente wurde, profitierte dabei allerdings von seinen hohen Programmkomponenten. Im technischen Wert musste Chan sich Michal Brezina relativ deutlich geschlagen geben. Der Tscheche packte an seinem 22. Geburtstag endlich einmal all das aus, was Experten ihm seit Langem zutrauten, unter anderem einen blitzsauberen vierfachen Salchow, den er sogar als letztes seiner Sprungelemente platzierte. Ob Brezina allerdings im Finale nicht wie schon so oft das Nervenflattern bekommt, bleibt abzuwarten. Vergleichsweise größere Gelassenheit und Erfahrung könnte dort dem momentan drittplatzierten Daisuke Takahashi in die Karten spielen. Der 26-jährige Japaner, Weltmeister von 2010, leistete sich einen Patzer bei der 4-fach/3-fach-Kombination, bei der der zweite Toeloop abgewertet wurde. Gleich zwei Mal zu Boden ging der deutsche Meister Peter Liebers – beim dreifachen Axel und beim dreifachen Lutz -; dennoch qualifizierte er sich 23ter für die Kür. Einen besseren Eindruck hinterließ Österreichs Staatsmeister Viktor Pfeifer, der Rang 21 belegte und außerdem die Lacher auf seiner Seite hatte: Als ein Verschluss an seinem Hosenbein sich löste und gefährlich herunterbaumelte, machte er kurzerhand eine Shorts aus dem Kleidungsstück. Pfeifer hatte sich am Dienstag den Platz in der Hauptrunde erst erarbeiten müssen. Der Schweizer Laurent Alvarez war dort leider schon ausgeschieden.

-> Zum Resultat Qualifikation Herren
-> Zum Resultat Kurzprogramm Herren

Da der Sonntag traditionell dem Schaulaufen vorbehalten bleibt, fallen im Palais des Expositions morgen gleich zwei Entscheidungen. Die Kür der Herren steht ab 13 Uhr auf dem Programm, die Kür der Damen folgt ab 18.30 Uhr (beides MESZ).


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