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Natalie Geisenberger: "Never change a running system!"
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05.12.2008

Natalie Geisenberger: "Never change a running system!"

Autor: Johann Reinhardt


Die Rodlerin Natalie Geisenberger nahm sich die Zeit und beantwortete kurz vor der Reise zum Weltcup nach Sigulda die Fragen von Live-Wintersport. Die für den RRT Mießbach startende Athletin erzählt u.a. darüber wie sie zu ihren Sport kam und was noch zu Tatjana Hüfner fehlt.

Was sind Ihre Ziele für die neue Saison?
Mich in der Weltspitze zu etablieren, eventuell den einen oder anderen Weltcup-Sieg und ein Podestplatz bei der WM, vorzugsweise den, mit der besten Aussicht.

Was veränderten Sie in der Saisonvorbereitung gegen über dem Vorjahr?
"Never change a running sytem!" Mit zwanzig Jahren bin ich eine der zwei besten Rennrodlerinnen der Welt. Warum soll ich da was ändern?!

Wie zufrieden waren Sie mit dem ersten Weltcup?
Zwei zweite Plätze am ersten Rennwochenende sind schon sehr zufriedenstellend. Hinter Tatjana Hüfner die Silbermedaille zu gewinnen ist sicher keine Schande.

Was fehlt noch bis zu Tatjana Hüfner?
Fünf Jahre! Tatjana hat einfach um diese fünf Jahre mehr Erfahrung. Das Wort Erfahrung ist dabei absolut wörtlich zu nehmen!

Nach welchen Kriterien wird der Wettkampfschlitten ausgewählt?
Nach den spezifischen Eigenschaften der jeweiligen Bahn (Kurvenradien, etc.), den Verhältnisse am Wettkampftag (Witterung, Temperatur, etc.) und dem persönlichen Gefühl.

Welche drei Dinge vermissen Sie in Trainingslagern am meisten?
Familie, Katze, Wasserbett.

Wie muss man sich eine Saisonvorbereitung bei Ihnen vorstellen?
März Urlaub, von April bis September bis zu zehn Trainingseinheiten pro Woche immer spezifischer werdendes "Sommertraining", ab Oktober diverse Trainingswochen an den verschiedenen Rodelbahnen.

An was trainieren Sie im Sommer und welche Methoden nutzen Sie?
Ausdauer, Kraft und Koordination. Für eine tiefer gehende Beantwortung fehlt mir jetzt leider die Zeit. ;-)

Was ist der Unterschied zwischen dem Training der Skeletonfahrer, Rodler und Bobfahrer?
Was für die Skeletonis und Bobfahrer am Start die Beine, sind bei uns die Arme. Insbesondere beim Bob spielt sicher auch im Training noch das höhere, zu beschleunigende Gewicht eine Rolle. Besser können diese Frage aber Sportler beantworten, die schon zwei oder drei dieser Sportarten ausgeübt haben.

Wen sehen Sie als ihre größten Konkurrenten in dieser Saison?
Tatjana Hüfner. Die ist sicher das Maß aller Dinge.

Herrscht im eigenen Deutschen Lager Freundschaft oder Konkurrenzkampf?
Zum Glück ist dies kein Widerspruch mehr! Wir vier Mädels verstehen uns ausgezeichnet und haben viel Spaß miteinander. Das ist schön, wenn man fünf Monate lang nahezu Tag und Nacht beisammen ist! Und der Konkurrenzkampf wird absolut fair ausgetragen!

Wann und wie kamen Sie zu ihren Sport?
Miesbach liegt nur wenige Autominuten von den Skigebieten Spitzingsee und Sudelfeld entfernt. Da meine Eltern begeisterte Skifahrer sind, war es nahe liegent, dass sie mich im örtlichen Skiclub, dem SC Miesbach anmeldeten. Das hat mir Spaß gemacht; ich war auch bald richtig erfolgreich und konnte Top-Platzierungen in den Rennen des Skigaues Oberland erringen. Es war in der vierten Klasse der Grundschule, als ich eine Einladung zum „Schnupperrodeln“ bekam. Im Oktober war beim Skifahren noch nichts geboten, also nutzte ich die Gelegenheit, einmal eine andere Sportart kennen zu lernen. Das fand ich interessant, doch zu diesem Zeitpunkt noch nicht wirklich eine Alternative zu meinem geliebten Skifahren. Feuer und Flamme für diese neue Sportart wurde ich erst im folgenden Februar. Mein Vater bat mich, doch an einem „Zwergerlrennen“ teilzunehmen. Er hätte Rodeln noch nie live gesehen, und wenn ich fahren würde, das fände er noch viel toller, als den Hackl Schorsch zu sehen. Ich kam damals als fünfte von sechs Teilnehmerinnen meiner Altersklasse ins Ziel und fand das super, dass ich schon in meinem ersten Rennen einen Pokal überreicht bekam. Doch auch das Umfeld gefiel mir gut. Mit dem Verein übernachteten wir in Berchtesgaden und hatten eine Menge Spaß. Meine neue Sportart war gefunden!

Wie war es bei Ihnen mit privaten Sponsoren, war es einfach solche zu finden?
Seit kurzem habe ich ein neues Management. Peter Olsson von PerformancePlus hat mein volles Vertrauen. Dass er sein Geschäft versteht hat er schon bei vielen Sport- und Showgrößen unter Beweis gestellt.

Was ist es für ein Gefühl vor großem Publikum seine Leistungen zu demonstrieren?
Anfänglich war es schon gewöhnungsbedürftig. Insbesondere die TV-Kameras, die einen auf Schritt und Tritt verfolgen. Ich hab es aber schnell gelernt damit zu leben. Mittlerweile macht's teilweise sogar richtig Spaß. Und es ist ja auch ein tolles Gefühl, wenn man weiß, dass sich Millionen für einen Interessieren!

Was bedeutet für Sie eine Fangruppe, motiviert es sie und nehmen sie es im Eiskanal überhaupt wahr?
Bei wichtigen Rennen brauche ich wirklich keine zusätzliche Motivation! Es ist ein tolles Erlebnis wenn - wie bei den Weltmeisterschaften in Igls und Oberhof - tausende von Zuschauern an der Bahn sind, die einen anfeuern. Da kann's einem schon mal kalt den Rücken runter laufen. Schön ist es, wenn Familie, Freunde und Fans zu wettkämpfen kommen. Ein Stück Heimat in der Ferne!

Welche Aufgaben hat ein Trainer während und vor dem Rennen?
Vor dem Rennen wird das Material nochmal optimal auf das Rennen eingestellt. Dabei helfen die Trainier dann. Während dem Rennen ist ein Trainer am Start, der die Kontrollen vom Schlitten beaufsichtigt und dann bei der unmittelbaren Startvorbereitung hilft. Also Schlitten in die Bahn legen, Rennschuhe nochmal sauber machen, usw. Im Ziel steht dann auch ein Trainer der den Schlitten entgegen nimmt und sich um den weiteren Ablauf kümmert.

Live-Wintersport wünscht Natalie Geisenberger viel Erfolg um ihre Ziele zu verwirklichen.


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Natalie Geisenberger (c) Bob-und Schlittenverband für Deutschland e.V.
Natalie Geisenberger (c) Bob-und Schlittenverband für Deutschland e.V.


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