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Shorttrack: Aika Klein und Tyson Heung werden für Leistung nicht belohnt
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22.02.2010

Shorttrack: Aika Klein und Tyson Heung werden für Leistung nicht belohnt

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Autor: Jörg Schröder (Links2003)
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Vancouver, 22.02.2010 – Bereits in der vorletzten Nacht fanden im Pacific Coliseum weitere olympische Rennen der Shorttracker statt. Über die 1000m der Herren gewann der Koreaner Lee Jung-Su sein zweites Gold, bei den 1500m der Damen siegte die Chinesin Yang Zhou. Tyson Heung und Aika Klein wurden leider für ihre tollen Leistungen nicht belohnt und schieden früh aus.

1500m Damen: Aika Klein wird nicht belohnt
Über die Langdistanz von 1500m wollte die in dieser Saison dominierende Chinesin Meng Wang ihre zweite Goldmedaille gewinnen. Ihre bisherigen Leistungen ließen auch keinen Zweifel daran aufkommen, das diesem Vorhaben etwas dazwischenkommen könnte, auch wenn beim Shorttrack immer alles passieren kann. Jeweils sechs Läuferinnen kämpften gegeneinander um das Weiterkommen. Mit am Start war auch die einzige Österreicherin im Shorttrackfeld Veronika Wíndisch. Die drei Schnellsten überstanden jeweils den Vorlauf. Windisch hatte jedoch keine Chance und belegte in ihrem Lauf nur Rang 5. Auch die einzige für Olympia qualifizierte Deutsche Aika Klein war wieder mit dabei, bei der es über die 500m nicht nach Wunsch gelaufen war. Zwar hatte sie keinen einfachen Lauf erwischt, das Weiterkommen war jedoch möglich. Mutig setzte sie sich zu Beginn an die Spitze und versuchte ihre Position bei ihren dritten Olympischen Spielen zu verteidigen. Durch einen Stoß von der Ungarin Rozsa Darazs, die dafür am Ende disqualifiziert wurde, fiel sie jedoch ans Ende zurück. Engagiert und wie vom Trainer gefordert aggressiv kämpfte sie sich wieder nach vorne. In der letzten Runde musste sie nur noch einen Platz gut machen. Taktisch klug gelaufen setzte sie sich innen neben die Amerikaner vor der letzten Kurve. Leider wurde ihre starke Leistung nicht belohnt, sie kollidierte mit der Gegnerin und fand sich in der Bande wieder. Die dafür ausgesprochene Disqualifikation, sie hatte noch nicht vor der Amerikanerin gelegen und gilt daher als Schuldige, könnte sogar doppelt ärgerlich sein. Da die Ungarin für den Rempler gegen sie disqualifiziert wurde, wäre sie vermutlich in die nächste Runde gesetzt worden, hätte sie nicht selbst die Strafe kassiert. Ihr selbst kann man nichts vorwerfen, sie ist klasse gelaufen und hätte einen Topplatz erringen können, der der Sportart in Deutschland einen Schub hätte geben können. Die 27jährige war dementsprechend ziemlich niedergeschlagen und überlegt nach Jahren mit geringsten finanziellen Mitteln, ob ihre Karriere noch länger fortgesetzt wird. Neben Heung würde dem deutschen Verband damit eine ganz wichtige Athletin abhanden kommen. Noch hat sie aber über die 1000m noch eine Chance, wenngleich es dort schwieriger werden wird, weit nach vorne zu kommen.

Im Halbfinale gab es die große Überraschung. Im zweiten Lauf war die Topfavoritin Meng Wang mit dabei. Die Konkurrenz wusste um ihre Stärke und attackierte die Chinesin immer wieder. Kurz vor Schluss passierte dann die große Überraschung. Die drei Favoritinnen stritten um die beiden zu vergebenden Finalplätze, als sie sich plötzlich in der Bande wiederfanden. Dadurch schafften erfreulicherweise zwei Europäerinnen den Sprung ins Finale der von den Asiaten und Nordamerikaner bestimmten Sportart. Die Disqualifikation traf Wang, die anderen beiden durften damit trotzdem ins Finale vorrücken.
Im Finale sprang Yang Zhou für ihre Landsfrau in die Bresche und sicherte sich mit einem olympischen Rekord von 2:16.993 Minuten den klaren Erfolg. Die weiteren Medaillen gehen einmal mehr nach Südkorea, an Lee Eun-Byul und Park Seung-Hi.

-> Zum Resultat Damen 1500m


1000m Herren: Heung couragiert, aber ohne Chance
Bei den Männern wollten die Südkoreaner über die 1000m das selbstverschuldete Verpassen eines Dreifacherfolges über die 1500m nachholen. Bis zum Halbfinale sah dieses Unterfangen mit souveränen Leistungen auch sehr vielversprechend aus. Auch der Deutsche Tyson Heung hatte die Qualifikation überstanden, die Tage zuvor ausgetragen wurde, und hoffte auf ein gutes Abschneiden in seinem Geburtsland. Im am stärksten besetzten Viertelfinale mit dem Superstar Apolo Anton Ohno war Heung, der eigentlich vor vier Jahren seine Karriere beenden wollte und zum Weitermachen überredet werden musste, jedoch trotz offensiver Laufweise und engagierter Leistung leider chancenlos. Damit werden die Deutschen wohl die erhoffte Überraschung mit einem Platz unter den Top10 bei den Olympischen Spielen in Vancouver nicht mehr schaffen. Schaffen konnten die Koreaner im Finale auch nicht mehr den Gewinn des kompletten Medaillensatzes, da „nur“ zwei den Sprung ins Finale schaffte. Unter dem Jubel von 14000 Zuschauern hatten Charles und Francois Hamelin den Sprung ins Medaillenrennen geschafft, in dem statt vier sogar fünf Athleten am Start waren durch Disqualifikationen im Halbfinale.
Im Finale zeigte Lee Jung-Su und Lee Ho-Suk die Überlegenheit der Koreaner, ungefährdet liefen sie zu Gold und Silber. In 1:23.747 Minuten stellte Lee Jung-Su zudem einen Olympischer Rekord über die 1000-Meter-Distanz auf. Zudem holte er so bereits sein zweites Gold in Vancouver. Auf Rang drei kam mit Apolo Anton Ohno der nun erfolgreichste Amerikaner bei Winterspielen – es war bereits seine siebte olympische Medaille, zwei weitere könnten sogar noch hinzukommen.

-> Zum Resultat 1000m Herren

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